Griechenland: 45 Millionen an türkischen Strafzahlungen für Brandstiftung

Ein einziges Interview des ehemaligen türkischen Ministerpräsidenten Mesut Yılmaz bringt die türkischen Politiker in Erklärungsnot. Jetzt soll die Türkei über 45 Millionen Entschädigung zahlen.

+++ Aktuell: Türkei in der Krise: Sind die fetten Jahre vorbei?+++ EU: Unterstützung für Türkei im Kampf gegen „PKK-Terror“ +++

Griechenlands Außenminister Stavros Dimas verlangt endlich eine Auklärung der Anschuldigungen von Mesut Yılmaz. EU Minister Egemen Bağış musste sich bei seinem Griechenland-Besuch am Mittwoch rechtfertigen. Dimas habe ihn während ihres Treffen gefragt: „Wir wünschen uns bessere Beziehungen zur Türkei. Die Erklärungen von Mesut Yılmaz haben in der Öffentlichkeit jedoch keine große Unruhe verursacht“, so Dimas.

Der Regionalbezirk Penteli im Norden Athens fordert gerichtlich 46.587.500 Euro Entschädigung (zuvor hatte bereits die Stadt Zacharo angekündigt Entschädigung zu verlanden – mehr hier) . 1995 fielen 25.000 Hektar Wald den Bränden zum Opfer. Mit dem Geld wolle die Bezirksregierung neue Bäume pflanzen. In den kommenden Tagen würden noch weitere griechische Städte gerichtlich vorgehen wollen, berichten türkische Medien.

Egemen Bağış hatte Journalisten nach dem Treffen mit Dimas erklärt: „Yılmaz` Stellungnahme wurde falsch verstanden. Er selbst hat das sowieso schon erklärt. Damals haben sich beide Länder gegenseitig wegen Brandstiftung beschuldigt. Die Ermittlungen haben keine Ergebnisse gebracht.“

Mehr zum Thema:

Waldbrände in Griechenland: Hat die Türkei das Feuer gelegt?
„Die Türkei wird das internationale System lenken können“
Türkei engagiert sich auch 2012 verstärkt in Afrika

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.