The Voice of Germany vs.DSDS: Dieter Bohlen muss sich warm anziehen!

Für Castingshow-Fans beginnt das Jahr 2012 ausgesprochen fulminant. Bereits an diesem Donnerstagabend starten die Liveshows bei "The Voice of Germany". Ab kommenden Samstag ruft Dieter Bohlen erneut zu "Deutschland sucht den Superstar". Warum dieser "Kampf der Formate"? Oder haben die Zuschauer schon längst entschieden?

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„Never change a running system“, lautet eine viel zitierte Weisheit. Pop-Titan Dieter Bohlen beherzigt diese seit Jahren. Am kommenden Samstag, den 7. Januar läutet er mit seinen beiden neuen Juroren Bruce Darnell und Natalie Horler bereits die neunte DSDS-Staffel ein. „Große Emotionen, grandiose Stimmen, super Unterhaltung“, so das Versprechen von RTL. Noch nie, heißt es in der Ankündigung, seien so viele Tränen geflossen. 250.000 Bewerber haben sich seit den Anfängen des Formats allein in Deutschland dem kritischen Auge von Bohlen und seinen Mannen gestellt. Und das Publikum zu Hause hatte nicht selten gut Lachen. Denn die markigen Sprüche des Hit-Produzenten luden nicht nur zum gemeinsamen Fremdschämen, sondern vor allem zu jeder Menge Amüsement ein.

DSDS tritt in direkte Konkurrenz zu „The Voice of Germany“

Der Zulauf zu DSDS ist ungebrochen „für DSDS (haben sich) 2012 so viele Kandidaten wie noch nie zuvor beworben. 35.401 Kandidaten sangen in 35 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz“, informiert der Fernsehsender über die nicht nachlassende Beliebtheit ihres Zugpferdes, das diesmal offenbar bewusst zu „The Voice of Germany“ von ProSieben/Sat1 positioniert wird (die Castings werden von RTL immer samstags und mittwochs ausgestrahlt). Denn auch dort geht es nach dem vielversprechenden Start im November 2011 (die Sendung läuft Donnerstag auf ProSieben und Freitag auf Sat.1) nun zügig voran. Bereits an diesem Donnerstag, den 5. Januar, starten die ersten Liveshows, in denen bis zum 10. Februar die Teams von The Boss Hoss, Nena, Rea Garvey und Xavier Naidoo gegeneinander antreten müssen – und das zur Freude vieler Zuschauer gänzlich ohne Fremdschäm-Faktor.

Während also bei DSDS das „Spiel“ noch völlig offen ist – die Mottoshows starten erst im März – , wird es bei der Konkurrenz nun zunehmend konkreter. In der ersten und dritten Liveshow treten sowohl die Kandidaten von Xavier Naidoo, Rüdiger Skoczowsky Rino Galiano, Dominic Sanz, Mic Donet, Katja Friedenberg sowie Max Giesinger, als auch die von The BossHoss, namentlich Colin „C.“ Jay, Ivy Quainoo, Ole Feddersen, Ramona Nerra, Sahar Haluzy und Bennie McMillan auf. Dann, in der zweiten und vierten Liveshow, singen die Kandidaten von Nena, Nina Kutschera, Behnam Moghaddam, Sharron Levy, Kim Sanders, Lisa Martine Weller sowie Yasmina Hunzinger gegen Charles Simmons, Lena Sicks, Percival Duke, Michael Schulte, Benny Fiedler und Jasmin Graf – das Team von Rea Garvey. Am Ende steht das Finale am 10. Februar. Hierfür qualifiziert sich ein Kandidat aus jeder der vier Coachinggruppen.

„Das Format TVOG ist ersthafter und wirkt seriöser“

Doch obwohl DSDS den „Kampf im Ring“ von Dieter Bohlen (den Menowin Fröhlich übrigens gerne wieder betreten würde – mehr hier, immerhin haben auch schon andere einen zweiten Anlauf gewagt – mehr hier) noch nicht einmal eingeläutet hat, spalten die beiden fortan parallel laufenden Castingshows schon jetzt die Fan-Gemeinden. Die Foren sprudeln über. Die Lager werden eisern verteidigt, wie zum Beispiel ein Blick ins Forum von Sat1 zeigt.

So schreibt dort etwa Userin Zafira zu Beginn: „(…) Also ich finde es haben beide Vorteile und Nachteile. Voice of Germany: da zählt nur die stimme und nicht das aussehen. die werden aber Anfang ausgewählt da sieht man keine blödis die peinliche sachen machen und ich finde das bei deutschland sucht den Superstar das anders rum ist (…).“ Nina hingegen hat sich klar entschieden: „Ich find tvog besser, da sind ja ganz zu Anfang die meißten schon besser als die letzten 10 bei Dieter“ Und auch mini ist sich sicher: „Also, das Format TVOG gefällt mir persönlich besser als DSDS. Während ich die Blind Auditions (wie sie es so schön nennen) in diesem Format von Anfang an komplett gesehen hab, mochte ich bei DSDS schon nach der zweiten Casting-Folge abschalten. Das Format TVOG ist ersthafter und wirkt seriöser. Auf der anderen Seite finde Dieters Sprüche bei den Castings bei DSDS gelegentlich recht amüsant (wenn es nicht gerade zu sehr unter die Gürtellinie geht). Aber im Ganzen muss ich schon sagen, dass DSDS sich warm anziehen sollte. … genauso auch Super-Talent oder wie dieses Format heißt. “

„ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe die Freaks in den DSDS-Castings“

Ähnlich sieht es auch andernorts im Internet aus. „Ich glaube, Bohlen kann einpacken, DSDS ist ja gegen TVOG totaler Kindergarten. Frage mich, warum wir nie diese tollen Leute bei DSDS gesehen haben? Wollten die etwa nicht zu ner niveaulosen Show?“, ist da ebenso zu lesen wie: „Ich seh es ab und zu an aber ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe die Freaks in den DSDS-Castings und die Mottoshows. ich brauchs nicht immer niveauvoll. Manchmal darfs auch gern mal nur unterhaltend sein. Bei TVOG sind gaaaaaaaaaaaaaanz tolle Stimmen zu hören. Das wars aber auch. Entertainment ist eher öde für meine Begriffe.“ Ein Konsens, das steht schon jetzt fest, wird es unter den Zuschauern ohnehin nicht geben. Für alle Unentschlossenen bleibt da nur eine weitere altkluge Weisheit übrig: „Doppelt hält besser!“

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