Grausamer Mord an Weihnachten: 15-Jähriger soll Hexer gewesen sein

Es muss ein furchtbares Martyrium gewesen sein, das der erst 15-jährige Kristy Bamu durchleben musste. An Weihnachten 2010 wurde er mit Hammer und Stemmeisen solange von seiner eigenen Schwester und deren Freund gequält bis er am Ende verstarb.

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Seit vergangenen Donnerstag sorgt in Großbritannien erneut ein spektakulärer Gerichtsprozess für Aufsehen (erst kürzlich entkam eine Mädchengang auf Grund ihres Glaubens einer härteren Strafe – mehr hier). Diesmal hat ein britisches Gericht über den Mord an Kristy Bamu zu entscheiden. Der 15-jährige Junge wurde von seiner eigenen Schwester und dessen Freund der Hexerei beschuldigt. Daraufhin quälte das Duo den Buben zu Tode.

Kristy starb bereits an Weihnachten 2010 in der Badewanne eines mit Blut überströmten Hauses. Zuvor war der Teenager durch eine echte Hölle auf Erden gegangen. Mit verschiedensten Waffen, darunter Metallstangen, Zangen, Messer, ein Hammer und schwere Fliesen, wurden ihm über 100 schwere Verletzungen beigebracht. Täter waren damals seine eigene Schwester Magalie Bamu und ihr Freund Eric Bikubi, beide 28 Jahre alt, die fest davon überzeugt waren, dass der Junge von Geistern besessen war. Nun müssen sich beide vor Gericht wegen Mordes verantworten.

Geschwister sollten schöne Feiertage in London verbringen

In einem „atemberaubenden Akt der Sittenlosigkeit und Grausamkeit“, wie es die zuständigen Richter bezeichnen, zwangen die Täter sogar die zwei kleinen Brüder und zwei Schwestern – alle zwischen 11 und 22 Jahre alt – sich an den Attacken auf Kristy zu beteiligen. Auch die beiden Mädchen wurden bei den furchterregenden Vorfällen während des Heiligen Festes schwer verletzt. Ihnen wurde ebenfalls vorgeworfen schwarze Magie und Hexerei zu betreiben. Eigentlich leben die Geschwister allesamt in Paris. Von ihren Eltern wurden sie jedoch Forest Gate, East London geschickt, um dort die Feiertage bei der Schwester zu verbringen. Niemand konnte ahnen, dass sich diese Ferien zu einem unvorstellbaren Albtraum entwickeln würden.

Staatsanwalt Brian Altman betonte, dass die Angeklagten für „unaussprechliche Grausamkeiten“ verantwortlich seien, die sich vier Tage lang in der achten Etage eines Wohnhauses abgespielt hätten. Ursprünglich stamme die Familie aus dem Kongo, wo, so erklärt er weiter, der Hexenglauben „Kindoki“ in der gesamten Gesellschaft verwurzelt sei und parallel zum christlichen Glauben existiere. Und mehr noch: Religiöse Anführer dort würden die Bevölkerung dazu ermutigen durch Fasten und durch das Reinigen mit Wasser Exorzismus von Kindern auszutreiben. Altman ist überzeugt, das ist genau das, was das Duo an den Kindern versucht habe. Während in Afrika jedoch religiöse Führer über das „Kindoki“-Prozedere wachen, kam es hier offenbar zu einer Eskalation des Geschehens. Durch immer härtere Strafen versuchten sie Kristy die vermeintlichen Geister auszutreiben.

Kristy Bamu war zu schwach, um sich über Wasser zu halten

Als schließlich Sanitäter am Tatort eintrafen, bot sich ihnen ein Bild des Grauens. Überall lagen Blut überströmte Kleidungsstücke und Metallstangen, Zangen und Messer herum Die Täter behaupteten, der Teenager sei in der Badewanne ertrunken. Sofort begannen sie mit der Reanimation, während im Hintergrund die Geschwistern hysterisch schrien. Sein lebloser Körper war über und über mit Wunden übersäht. Auch einige seiner Zähne fehlten. Letztlich verstarb er an seinen Verletzungen, die ihn am Ende in der Badewanne ertrinken ließen.

Vor Gericht stellte sich dann heraus, dass neben Kristy auch die anderen Kinder schwerste Misshandlungen zu erdulden hatten. Die Mädchen wurden ebenfalls mit Eisenstangen verprügelt. Die elf- und 22-jährigen Mädchen wurden von Eric Bikubi vergewaltigt.

Die Ferien begannen für die Familie zunächst ohne Zwischenfälle. Die Stimmung schlug jedoch um, als der Fußballtrainer Eric Kristy und seine beiden Schwestern beschuldigte ein anderes Kind in der Familie verhext zu haben. Obwohl diese heftig dementierten, wurden sie geschlagen und ihnen über Tage das Essen, Trinken und sogar der Schlaf entzogen. Bikubi und seine Freundin zwangen die Kinder zu beten und zu singen bevor sie auf Kristy los gingen. Dann nahm das Martyrium seinen Lauf. Die Täter wechselten sich ab. Wurde einer von ihnen müde, setzte der andere die Qualen fort. Als die Verletzungen von Kristy immer schlimmer wurden, bat er darum endlich sterben zu dürfen.

Täter versucht Schizophrenie geltend zu machen

Besonders tragisch: Dutzende Male telefonierten nicht nur die Täter mit Paris, um den Eltern zu erklären, dass ihre Kinder Zauberer wären. Auch der Junge flehte seinen Vater an, ihn abzuholen, da sie ihn töten wollten. Dieser glaubte ihm jedoch nicht. Im Gegenteil nannte er Eric einen „freundlichen und sanften“ Mann. In den ersten sieben Stunden des Weihnachtstages erreichten ihn ganze 45 Anrufe. Schließlich entschlossen sich die Eltern am 27. Dezember nach London zu kommen. Doch sie kamen zu spät. Gegen Mittag wurde Kristy ins Bad geworfen. Er starb, weil er zu schwach war seinen Kopf über Wasser zu halten.

Bikubi selbst sieht die Angelegenheit nicht so dramatisch wie das GEricht. Er bestreitet den Mord, gibt aber zu, wegen Totschlags und  Misshandlung schuldig zu sein. Seine Begründung: Er leide an Schizophrenie. Deshalb sei er für seine Taten nicht verantwortlich zu machen. Das Verfahren wird fortgesetzt.

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