Türkischer Zahlungsverzug: Irak entschädigt Luftangriffs-Opfer

Während die türkischen Parteien noch über die Auszahlungskriterien verhandeln, ist Mesud Barzani, Kurden-Führer im Nordirak, zur Tat geschritten und hat den Familien jeweils 40.000 Dollar gespendet.

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Der Präsident der Autonomen Region Kurdistans im Nordirak (KDP), Mesud Barzani, ließ seine Vertreter in die Türkei reisen, um seine Anteilnahme an der irrtümlichen Tötung von 35 Zivilisten auszudrücken (das Militär hielt die Schmuggler an der türkischen Grenze für PKK-Mitglieder – mehr dazu hier). Die Opfer des Militärangriffs stammen aus den Dörfern Ortasu und Güzelyalı in Uludere.

Jeweils 40.000 Dollar wurden nach Angaben der Zeitung „Taraf“ für die einzelnen Familien der Opfer an die Oberhäupter der Dörfer überreicht. KDP-Sprecher Serbest Sindori erklärte bei seiner Rede in Uludere: „Wir wissen, dass das wirklich ein sehr trauriges Ereignis ist. Wer ein Gewissen hat, wird dieses Ereignis ein Massaker nennen. Wir sind hier, weil wir euch in eurer Trauer beistehen wollen“ (auch die CHP spricht von einem Massaker – mehr hier).

Regierungssprecher Bülent Arınç hatte am Dienstag erklärt, die Regierung sei sich im Fall Uludere ihrer Verantwortung bewusst und werde alles Mögliche tun, um die den trauernden Angehörigen beizustehen. Innerhalb weniger Tage würden Entschädigungszahlungen an die Angehörigen der Opfer in die Wege geleitet. Auch wenn das den Schmerz nicht erleichtern könne. Über die Höhe der Entschädigung ist man sich noch nicht einig.

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