David Cameron: „Die Eiserne Lady“ hätte nicht gedreht werden dürfen!

Während Fans der US-Schauspielerin Meryl Streep ihr Idol schon mit dem nächsten Oscar in der Hand für ihre Rolle als Margaret Thatcher sehen, ist einer so ganz und gar nicht mit dem Film "Die Eiserne Lady" einverstanden: Der britische Premierminister David Cameron höchstpersönlich.

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Der britische Premier hat an diesem Freitag den Dreh des Films „Die Eiserne Lady“ massiv kritisiert. Der Film zeigt die einstige Amstsvorgängerin von David Cameron, Margaret Thatcher, als verwundbare und alte Frau, deren Leben in Rückblenden erzählt wird. Der Streifen mit US-Star Meryl Streep in der Hauptrolle lief jetzt in den britischen Kinos an. Für die Darstellung der Oscarpreisträgerin war Cameron zwar voll des Lobes. Dennoch überfällt ihn Unbehagen. Er ist der Meinung, der Film hätte nicht zu Lebzeiten der realen „Eisernen Lady“ gedreht werden dürfen, die heute alles andere als „eisern“ ist, sondern an Demenz leidet.

Großartige schauspielerische Leistung von Meryl Streep

„Es ist eine fantastische Darbietung von Meryl Streep“, so Cameron gegenüber BBC Radio 4. Trotzdem müsse er sich wundern, warum dieser Film gerade jetzt gemacht werden musste. Denn es sei in erster Linie ein Film über das Altern und die Demenz und eben nicht über eine erstaunliche Premierministerin. „Meiner Ansicht nach ist es eine große schauspielerische Leistung, eine wirklich atemberaubende Leistung. Doch es ist auch ein Film, von dem ich mir gewünscht hätte, dass sie ihn zu einem anderen Zeitpunkt gedreht hätten.“

„Die Eiserne Lady“ zeigt Margaret Thatcher im Alter von 86 Jahren als alte, einsame und verwirrte Frau, die zurück auf ihre bedeutsame, aber genauso polarisierende politische Karriere blickt (im realen Leben wurde sogar schon ihre Beerdigung geplant – mehr hier). Thatcher war die erste Frau in diesem britischen Amt und regierte in der Zeit von 1979 bis 1990. In diese Zeit fiel nicht nur ein Krieg mit Argentinien und den Falkland Inseln, sondern auch die Knüpfung starker Handelsbande zuhause.

„Die Eiserne Lady“ ist „extrem geschmacklos“

Camerons Bedenken werden auch von anderen Mitgliedern der Konservativen, an deren Spitze einst Thatcher stand, geteilt. „Für ihre erstaunliche Darstellung sollte Meryl Streep vielleicht einen Oscar bekommen“, so Cameron weiter (eine erste Auszeichung gab es für Streep bereits in der Tat – mehr hier). „Doch gab es im Film eine zu einseitige Konzentration auf die Demenz von Margaret Thatcher und weniger auf das, was sie im Leben erreicht hat.“ Auch der konservative Politiker Michael Portillo äußerte sich gegenüber der BBC in diese Richtung. Er habe sich „unwohl gefühlt“ als er Szenen sah, die den Fokus voll auf die Krankheit von Thatcher lenkten. Auch ihr einstiger Rivale Michael Heseltine empfindet so. Er erklärt gegenüber dem Daily Telegraph: „Ich denke, Misses Thatcher war eine ausgezeichnete Premierministerin.“ Einen solchen Film zu produzieren, hält er für „extrem geschmacklos“.

http://www.youtube.com/watch?v=yDiCFY2zsfc&feature=player_embedded

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