Ironie der Geschichte: Adolf Hitler wurde vor dem Ertrinken gerettet

Es ist wahrscheinlich einer der verheerendsten Akte von Barmherzigkeit, die die Menschheit je gesehen hat. In einer historischen Zeitung, die jetzt in einem deutschen Archiv aufgetaucht ist, wird berichtet, wie ein vierjähriger Bub vor dem Ertrinken gerettet wird. Das Kind, davon gehen Experten aus, war Adolf Hitler.

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Zugetragen hat sich die schicksalshafte Rettung in den kalten Januartagen des Jahres 1894 am Ufer des Flusses Inn in Passau. Laut dem Priester Max Tremmel, der übrigens später einer der bekanntesten Organisten Europas werden sollte, hat sein Vorgänger, ein gewisser Johann Kühberger den völlig verängstigten kleinen Adolf Hitler nach eigenen Angaben aus dem Wasser gezogen.

Berichtet hat Pater Tremmel die Geschichte von Kühberger, der etwa im selben Alter wie Hitler war, kurz vor seinem Tod im Jahr 1980 erzählt. So soll der kleinen Kühberger den Buben Adolf im eiskalten Fluss um sein Leben kämpfen sehen und beherzt hinterher gesprungen sein.

Adolf Hitler bricht durch das dünne Eis auf dem Inn

Adolf Hitler hat dieses Ereignis zu Lebzeiten nie bestätigt. Doch nun wurde ein kleiner Ausschnitt der Donauzeitung aus dem Jahr 1894 in Passau wiederentdeckt. Darin wird beschrieben, wie ein „junger Bursche“ im Januar desselben Jahres durch die dünne Eisdecke einbricht.  Auch wird erzählt wie ein „zielstrebiger Kamerad“ ihm ins kalte Wasser hinterhersprang, um den Buben zu retten. Dass der später einmal zum größten Monster seit Menschengedenken werden würde – keiner konnte es ahnen. Die Geschichte vom Beinahe-Tod des späteren Diktator ist jedoch nicht nur in diesem Zeitungsartikel dokumentiert.

Anna Elisabeth Rosmus beschreibt Vorfall in ihrem Buch

Auch im Buch von Anna Elisabeth Rosmus „Out of Passau. Von einer, die auszog, die Heimat zu finden“ (1999), in dem sie die persönlichen Verbindungen ihrer Familie zu Hitler beleuchtet, wird die Begebenheit am Inn behandelt. Darin schreibt sie: „Das Ufer des Flusses Inn bot für die Kinder einen idyllischen Ort zum Spielen. Im Jahr 1894, während er mit einer Gruppe anderer Kinder spielte, so wie es viele Kinder in Passau damals taten, fiel Adolf Hitler in den Fluss. Die Strömung war sehr stark und das Wasser eiskalt (…) Zum Glück für den jungen Adolf konnte der Sohn des Hausbesitzers, in dem seine Familie wohnte, ihn rechtzeitig herausziehen und rettete ihm so das Leben.“

Als junger Mann und auch auch später unter seinen Generälen erzählte Hitler immer wieder, wie er als Kind am Ufer des Inns Cowboy und Indianer gespielt habe. Doch diese eine Sache verschwieg er geflissentlich. „In Passau jedoch“, so berichtet Rosmus weiter, „kennt die Geschichte jeder.“ Einige anderen Geschichten, die über ihn erzählt wurden, seien, dass er nie schwimmen gelernt habe und eine Brille gebraucht hätte.

In der historischen Passauer Zeitung wird das Unglückskind vom 9. Januar 1894 nicht beim Namen genannt. Doch Historiker sind sich jedoch sicher, Pastor Tremmel hat die Wahrheit gesagt.

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