Schwangere Elfjährige: Jetzt ermittelt das Gesundheitsministerium!

Der Fall eines türkischen Mädchens, das mit elf Jahren bereits im achten Monat schwanger ist, hat die Öffentlichkeit schockiert. In der vergangenen Woche wurde sie von ihrem 25-jährigen Ehemann in ein Hospital in Bolu gebracht. Jetzt hat das Gesundheitsministerium eine Untersuchung gegen die Einrichtung eingeleitet.

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Die Mediziner in Bolu hatten den Fall einer vermeintlich Elfjährigen, die kürzlich in der Notaufnahme des Krankenhauses landete, nicht an die Behörden gemeldet (das Personal hat sich dem Wunsch des Ehemanns, seine Frau wieder mit nach Hause zu nehmen, nicht widersetzt – mehr hier).

Krankenhaus zur Meldung der Schwangerschaft verpflichtet

Jetzt hat die Inspektionsabteilung des Gesundheitsministeriums einen Kontrolleur bestellt, der die Vorwürfe gegen das Krankenhaus im Stadtteil Mudurnu untersuchen soll. In einer am vergangenen Freitag veröffentlichten Erklärung gab die Behörde nun die Entsendung eines Supervisors bekannt. Er soll herausfinden, warum das Krankenhaus seiner Verpflichtung die Schwangerschaft der Minderjährigen zu melden, nicht nachgekommen ist. Das Ministerium kündigte an, die Lage genauestens zu beobachten und die gewonnenen Erkenntnisse umgehend publik zu machen.

Die lediglich als Z.Ç. bekannte Elfjährige wurde am späten Donnerstagabend vom Vater des Babys ins staatliche Krankenhaus von Mudurnu gebracht. Später wurde sie ins Mutter- und Kind-Krankenhaus verlegt. Dort wollten die Mediziner das Mädchen stationär aufnehmen. Als der Ehemann sich damit nicht einverstanden zeigte, wurde sie wenig später nach Unterzeichnung von Papieren, die bescheinigten, dass sie das Krankenhaus auf eigene Gefahr verlässt, entlassen. Trotz einer schlechten gesundheitlichen Verfassung nahm ihr Mann sie wieder mit nach Hause.

Krankenhausleitung schweigt zu den Vorwürfen

Berichten von Bekannten des Ehemanns zu Folge, wollte der 25-Jährige das Kind heiraten. Auf Grund ihrer Minderjährigkeit war eine legale Eheschließung jedoch nicht möglich. Sie erklärten auch, dass sie ahnten, noch bevor sie von der Schwangerschaft wussten, dass es Probleme geben würde.

Die Krankenhausleitung hat sich bisher noch nicht zu dem Vorfall geäußert.

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