Leyla Zana: Waffen sind die „Versicherung der Kurden“

Die BDP-Abgeordnete Leyla Zana fordert in einem Interview, das Blutvergießen müsse ein Ende haben. Doch die Niederlegung der Waffen wäre für die Kurden kontraproduktiv, meint sie.

Aktuell: Angst unter Deutsch-Türken: Drei von vier befürchten weitere Neonazi-Morde

Leyla Zana hat ihre Zeit in Deutschland genutzt, um ein Interview zu geben, das heftige Debatten in der Türkei auslöst. Der Zeitung „Yeni Özgür Politika“ mit Sitz in Frankfurt erklärte sie, zwischen Kurden und Türken herrsche „Misstrauen“ (in Deutschland forderte sie außerdem die Unabhängigkeit der Kurden – mehr dazu hier). Weiter sagt sie: „Um das Misstrauen abzubauen müssen bestimmte Schritte erfolgen. Ich bin der Meinung, der größte Schritt muss von der Regierung kommen. Denn den Kurden wird Unrecht getan und das Unrecht begeht die Regierung.“

Das Blutvergießen in der Türkei müsse endlich ein Ende haben, betont sie. Widersprüchlich erscheinen in diesem Zusammenhang ihre weiteren Aussagen. Die Niederlegung der Waffen stehe gar nicht zur Debatte, solange die Rechte der Kurden nicht gesichert seien. Denn das sei die „Versicherung der Kurden“, so Zana.

Mehr zum Thema: 

Trotz Luftangriff: Türken und Kurden halten zusammen
Drohnen gegen Bürger: Großbritannien macht`s wie Türkei
Skandal um Ex-Militärschef: Reform der türkischen Untersuchungshaft

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.