20 Mio. Dollar: Saudi will Sohn auf Facebook verkaufen

"Wer gibt mir 20 Millionen Dollar für meinen Sohn?" So unglaublich die Frage klingt, gestellt wurde sie angeblich dennoch. Ein Mann aus Saudi Arabien soll seinen Sohn auf Facebook zum Kauf anbieten, nachdem ein Gericht sein illegales Geschäft geschlossen hatte.

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Wie ein Blitz schießt die Geschichte von Saud bin Nasser Al Shahry derzeit durch die englischsprachigen Medien. Das Vorhaben lässt die Leser in Schockstarre verfallen. Um ein “Leben in Armut” zu vermeiden soll er derzeit seinen Sohn auf Facebook feilbieten. Der Mann behauptet, dieser Schritt sei seine einzige Möglichkeit, weiterhin für Frau und Tochter zu sorgen. Um den Verkauf über die Bühne zu bringen, sei er bereit, vor Gericht zu ziehen. Alles was er dann über den Käufer wissen müsse, ist die Stadt, in der er lebe.

Die Entscheidung traf Al Shahry, so berichtet er gegenüber “al Shark“, nachdem er die hiesigen Behörden angefragt hatte, ob sie ihm finanzielle Hilfestellung geben könnten, nachdem sein bisheriges Geschäft – ein illegales Inkassobüro – dicht gemacht wurde. Da er jedoch älter als 35 Jahre war, wurde sein Gesuch abgelehnt.

Ist Facebook-Angebot nur ein Gag?

Derzeit erscheint nicht klar, ob die unglaubliche Aktion einfach nur ein schlechter Gag ist, oder der Mann die Sache tatsächlich ernst meint. Denn auch im konservativen Saudi-Arabien stellt Menschenhandel eine Straftat dar, wenn das Land auch nicht einmal im entferntesten an westliche Standards heranreicht, so das US-Außenministerium. Noch immer, so zeigen vielfache Medienberichte, gibt es von Seiten der saudischen Regierung keine ausreichenden Gesetze gegen den Menschenhandel. Trotz ausreichender Beweise für einen weitverbreiteten Menschenhandel findet offenbar keinerlei Strafverfolgung statt. Die Sklaverei wurde übrigens erst 1962 abgeschafft.

Von Seiten Facebooks erscheint es indes unmöglich, dass ein solcher Verkauf überhaupt vonstatten gehen könnte. Laut deren Teilnahmebedingungen ist ein solches Vorgehen schlicht undenkbar.

Rund die Hälfte aller saudischen Kinder sind derzeit Opfer häuslicher Gewalt oder anderer Formen des Missbrauchs, so die saudi-arabische Menschenrechtsorganisation “The National Society for Human Rights”. Die Organisation schätzt, dass gut 20 Prozent der Bevölkerung in Armut leben. 70 Prozent der Menschen würden die Häuser, in denen sie leben, nicht besitzen.

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