Katherine Heigl: Darum verließ sie wirklich „Grey’s Anatomy“

Mit ihrem Weggang hat Isobel "Izzie" Stevens nicht nur Serien-Ehemann Alex das Herz gebrochen. Auch die Fans von "Grey's Anatomy"-Star Katherine Heigl trauerten um den Fortgang der sanften Ärztin. Jetzt, fast drei Jahre nach ihrem Ausstieg, erklärt sie ihre Beweggründe in ihrem Blog.

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Sie wurde von allen liebevoll nur „Izzie“ genannt. Das schlaue Mädchen, das in einem Trailerpark aufgewachsen und trotz einer sehr frühen Schwangerschaft eine Karriere als Chirurgin machte, war der Liebling der TV-Zuschauer. In der US-Erfolgsserie „Grey’s Anatomy“ war sie der Gegenpol zur „düster und verdrehten“ Meredith Grey und ihrer Busenfreundin Cristina Yang. Jahrelang fieberten die Zuschauer mit ihr. Erlebten das dramatische Ende einer Liebe zu ihrem herzkranken Patienten und durchlitten gemeinsam mit ihr die eigene Krebserkrankung. Fünf Prozent Überlebenschance, so die Prognose. Am Ende hat sie zwar überlebt, gegangen ist sie trotzdem.

Kind und Karriere gingen für Heigl nicht zusammen

Das wahre Leben von Darstellerin Katherine Heigl verlief nicht ganz so dramatisch. Dennoch entschloss sich die attraktive Schauspielerin der Serie den Rücken zu kehren. 2009 adoptierte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Singer-songwriter Josh Kelley ihre kleine Tochter Naleigh aus dem fernen Korea. Anfangs dachte Heigl wie jede moderne Frau: Kind und Karriere, das geht wunderbar zusammen.

Doch weit gefehlt. Heute ist sie sich sicher, dass diese Vorstellung – zumindest für sie – ein Wunschtraum war: „Eine berufstätige Mutter zu sein war die egoistischste Entscheidung meines Lebens.“ Sechs Monate nach der Adoption zog Katherine Heigl die Notbremse. Sie verließ die Serie, die ihr zu Ruhm verholfen hat, um nun endlich mehr Zeit mit ihrer kleinen Familie verbringen zu können. „Ich wusste natürlich, als ich die Ankunft meiner Tochter vorbereitete, dass es ein kleiner Balanceakt werden könnte. Doch ich hatte keine Zweifel, dass ich das schaffen kann“, schrieb sie in ihrem ersten Blog iVillage. „Jetzt haben wir 2012 und Frauen wird gesagt, dass wir das alles auf einmal haben können, wenn wir das wollen. Ich bin mit Vollgas hineingerannt, bereit mich richtig reinzuknien, und alles so nahtlos weiter zu machen, wie ich mir das immer vorgestellt hatte.“

Izzie zog bei „Grey’s Anatomy“ die Notbremse

Doch schnell stellte sich heraus: Beiden Verantwortungen kann sie nicht nachkommen. „Doch ganz gleich wie groß meine Absichten, wie hoch meine Ziele, wie leidenschaftlich meine Verpflichtung war, ich versagte. Ich versagte in meinem Job, ich versagte bei meiner Tochter und ich versagte bei meinem Ehemann. Ich war gestresst und erschöpft. Ich machte mir Sorgen und ich hatte Angst, alles rann mir durch die Finger, egal wie fest ich zupackte.“ Genug war genug. Katherine Heigl entschied sich für ihre Familie, hängte das Engagement in der Serie an den Nagel.

Jetzt ist die kleine Naleigh drei Jahre alt und ihre Mutter hat nun wieder Zeit über verschiedene Rollen nachzudenken. Oder anders ausgedrückt. Heigl gierte nach Rollen. Immer wieder fragte sie sich: Ist das richtig? Kann ich meine Tochter für eine gewisse Zeit allein lassen? „Ich fragte mich, was mit mir los war. Wie kann ich mein Kind verlassen, um wieder arbeiten gehen zu wollen? Wie kann ich all die kleinen Momente verpassen?“ Sie fragt sich: Haben sie nicht größere Bedeutung als irgendein Film? „Die einfache Wahrheit ist, dass ich meine Tochter leidenschaftlich liebe. Wie die meisten Mütter glaube ich, dass sie die klügste, lustigste, schönste Kind in der ganzen Welt ist – doch sie kann nicht alles in mir ausfüllen.“

Katherine Heigl hat ihre innere Balance gefunden

Jetzt, so gesteht Heigl, habe sie die richtige innere Balance gefunden. Sie könne ihrer Tochter in die Augen sehen und ihr erklären, dass sie arbeiten gehe wie viele andere Muttis auch. Wenn sie dann frage „Warum?“, erkläre sie ihr einfach wie es ist, dass Arbeit sie zu einem besseren Menschen mache, zu einer besseren Frau und auch zu einer besseren Mutter.

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