Entscheidung: Roj TV darf in Dänemark weiter senden

Im August hatte das Verfahren gegen den kurdischen Sender begonnen, der mit einer Geldstrafe davon kommt. In der Türkei reagiert man kritisch.

Der kurdische Sender Roj Tv muss eine Strafe von 400.000 Euro dafür bezahlen, für die PKK Propaganda bezahlt zu haben. Das entschied ein Gericht in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Die Staatsanwaltschaft hatte im August verlangt, dass der Sender verboten werden soll mit der Begründung, es handle sich dabei mehr um ein Propagandainstrument der kurdischen PKK.

Das Kopenhagener Gericht jedoch entschied, dass der Sender weiter ausgestrahlt werden darf. Dennoch wurde ein Strafgeld erhoben, weil der Sender Werbung für die PKK gemacht und Geld von der Organisation erhalten hatte.

Roj TV besitzt selbst keine eigenen Sendestudios in Dänemark. In 68 Ländern kann der Sender über Satellit empfangen werden.Die Sendelizenz dafür hatte er 2004 erhalten.
In der Türkei stieß die Entscheidung des Gerichts auf Kritik: „Dieser Sender unterstützt den Terrorismus“, zitiert die Tageszeitung Hürriyet den Parlamentssprecher Cemil Çiçek.

Die PKK gilt in der Türkei, den USA und in der EU als terroristische Organisation.

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