Amy Winehouse: Sind ihre Autopsie-Ergebnisse ungültig?

Was für eine tragische Wendung! Glaubten Fans und Familie der im Sommer 2011 verstorbenen Amy Winehouse bisher mit den gerichtsmedizinischen Untersuchungen endlich Antworten auf ihren viel zu frühen Tod gefunden zu haben, könnten diese nun völlig über den Haufen geworfen werden.

Es steht derzeit zu befürchten, dass die Resultate (es stellte sich heraus, dass Amy Winehouse nicht an Drogenmissbrauch starb – mehr hier, eine erste Autopsie brachte allerdings kein klares Ergebnis – mehr hier) für ungültig erklärt werden. Der Grund: Es kamen Zweifel an der Daseinsberechtigung und Qualifikation der zuständigen Untersuchungsrichterin auf. Das berichtet derzeit das britische Massenblatt „Sun“.

Angeblich, so ist dort zu lesen, sei die zuständige Untersuchungsrichterin Suzanne Greenway (diese gab im Oktober eine Alkoholvergiftung als Todesursache an – mehr hier) von ihrem eigenen Ehemann bestellt worden. Wie erst am gestrigen Dienstag bekannt wurde, quittierte Greenway bereits im November 2011 ihren Dienst, nachdem sie beschuldigt wurde, sich nicht an das strenge Ernennungsverfahren gehalten zu haben. Auch gegen ihren Ehemann, Dr. Andrew Scott Reid, wurde wegen seines Verhaltens ein Untersuchungsverfahren eingeleitet.

Untersuchungsrichterin erfüllte Anforderungen nicht

Das britische Regelwerk besagt, dass sie nur ernannt werden darf, wenn sie in der Anwaltskammer mindestens für die vergangenen fünf Jahre registriert war. In Greenways Fall waren es aber gerade einmal zweieinhalb Jahre. Die Gesetzgebung verlangt außerdem, dass sie fünf Jahre als „qualifizierter praktischer Arzt“ tätig sein muss. Auch hier waren Greenways Qualifikationen nicht ausreichend. In ihrem Heimatland Australien war sie lediglich zur Krankenschwester ausgebildet worden und arbeitete als Rechtsanwältin.

Nun steht zu befürchten, dass möglicherweise alle 30 von ihr durchgeführten Totenschauen für ungültig erklärt werden. Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass das jedoch nur geschehen wird, wenn ihre Urteile vor dem Schwurgericht angefochten werden. Dr. Scott Reid erklärte unterdessen in der vergangenen Nacht: „Im November kam heraus, dass ich einen Fehler beim Ernennungsprozess begangen habe. Ich bin mir zwar sicher, dass alle Untersuchungen korrekt vonstatten gegangen sind, dennoch entschuldige ich mich dafür, wenn dieser Umstand Kummer erzeugt haben sollte.“

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