Deutschland: Nur jedes 7. Migranten-Kleinkind in Kindertagesbetreuung

Kleinkinder aus Familien mit Einwanderungsgeschichte bleiben bis zum dritten Lebensjahr eher zu Hause als ihre Gleichaltrigen.

Kinder aus Familien mit Einwanderungsgeschichte, die unter drei Jahre alt sind, werden deutlich seltener in eine Kindertageseinrichtung gegeben. Auch werden sie seltener zur Aufsicht einer Tagesmutter beziehungsweise einem Tagesvater gegeben als Kinder ohne Einwanderungsgeschichte. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Statistischen Bundesamts (Destatis).

Bundesweit werden 14 Prozent aller unter-dreijährigen aus Familien mit Einwanderungsgeschichte tagsüber betreut. Bei gleichaltrigen Kindern ohne Einwanderungsgeschichte ist die Betreuungsquote doppelt so hoch. Hier liegt sie bei 30 Prozent. Die bundesweite Quote liegt bei etwas über 25 Prozent.

Doch auch bei den Kindern zwischen drei und fünf Jahren besuchen weniger Kinder aus diesen Familien eine Kindertagesstätte. 85 Prozent von ihnen sind tagsüber untergebracht, während 97 Prozent der Kinder ohne Einwanderungsgeschichte in eine Einrichtung gehen. Die durchschnittliche Betreuungsquote liegt bei 85 Prozent.

Im Vergleich zu den beiden Vorjahren ist bei beiden Gruppen die Zahl der unter drei Jahre alten betreuten Kindern gestiegen, wenn auch bei den Kindern ohne Einwanderungsgeschichte etwas stärker. Dagegen ist die Betreuungsquote bei Kindern zwischen drei und fünf Jahren in beiden Gruppen konstant geblieben.

In diesem Zusammenhang wäre angesichts der schlechten Betreuungslage in Deutschland eine weitere Studie interessant über die Anzahl und Wartedauer der Familien, die auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder hoffen.

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