Nach CHP-Kılıçdaroğlu Einladung: Paul Auster möchte trotz Erdoğan-Angriff in die Türkei

Etwa 100 Schriftsteller befinden sich in der Türkei in Haft. US-Autor Paul Auster erklärte deshalb, aus Protest nicht in das Land reisen zu wollen. Erdoğan attackierte ihn scharf, Kılıçdaroğlu nahm ihn allerdings in Schutz. Jetzt will Auster seine Entscheidung überdenken und überlegt, ob er nicht doch in die Türkei reisen soll.

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Erdoğan hatte auf Paul Austers Erklärung, aus Protest gegen die Verletzung der Meinungsfreiheit nicht in die Türkei reisen zu wollen, mit heftigen verbalen Angriffen reagiert (Bülent Arınç versuchte danach, die Wogen zu glätten – mehr hier). Kılıçdaroğlu nahm den US-Autor in Schutz. Auster denkt jetzt darüber nach, doch in die Türkei zu kommen.

Kılıçdaroğlu hatte Paul Auster in einem Brief gebeten, seine Meinung über die Türkei noch einmal zu überdenken. Auster antwortete nun ebenfalls schriftlich. „Ich danke Ihnen für ihre Unterstützung und die freundliche Einladung in die Türkei. Die Haltung der Türkei gegenüber Schriftstellern und Journalisten hat dazu geführt, das ich bisher nicht in die Türkei gereist bin. Ihr Brief hat mich allerdings dazu gebracht, meinen Protest noch einmal zu überdenken. Ich werde mir Ihren Rat zu Herzen nehmen“, schreibt Auster an den CHP-Vorsitzenden Kılıçdaroğlu.

Zuvor hatte Kılıçdaroğlu ihm in einem Brief nahegelegt, die Türkei zu besuchen, um allen Menschen, die die Meinungsfreiheit unterstützen, Mut zu machen. Er betonte, dass Ministerpräsident Erdoğan nicht für alle Türken spreche (Erdoğan meinte, die Türkei brauche Auster sowieso nicht – mehr hier).

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