Hertha hat Skibbe gefeuert: Zurück in die Türkei?

Fünf Pflichtspiel-Niederlagen haben das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht. Michael Skibbe muss nach nur zwei Monaten als Trainer von Hertha BSC den Verein wieder verlassen. Obwohl die Türken den beliebten Trainer nicht gehen lassen wollten, hatte Hertha eine hohe Ablösesumme für ihn gezahlt.

Sein Vertrag beim türkischen Erstligisten Eskişehirspor ging bis 2014, doch Skibbe zog es vor, das Hertha-Angebot anzunehmen und nach Deutschland zu wechseln. Kurz davor hatte er noch erklärt: „Ich fühle mich sehr wohl hier in Eskişehir und bin sehr glücklich mit meiner Mannschaft, weil sie ganz hervorragenden Fußball speilt.“ Ganz so wohl dürfte er sich in Berlin jetzt nicht mehr fühlen, denn er muss seinen Trainerposten räumen (er hatte lange überlegt, bevor er nach Deutschland wechselte – mehr hier).

Zu erfolglos war der Verein mit ihm in den vergangenen zwei Monaten. Auf Tabellenplatz 15 ist Hertha BSC derzeit abgerutscht – eine Katastrophe für die Fans. Sie machten ihrer Wut Luft und stürmten am Sonntagmorgen das Vereinsgelände. Und auch Skibbe bestätigte am Samstag nach der 0:5 Niederlage gegen Stuttgart, dass es ganz und gar nicht so läuft wie es eigentlich sollte. „Die erste Halbzeit war die schlimmste, die ich als Trainer je erlebt habe“, so Skibbes Einschätzung.

In der Türkei ist er nach wie vor angesehen. Die Eskişehirsporspitze hatte sich lange Verhandlungen vor seinem Wechsel geleistet, denn sie ließen ihn nur ungern gehen. In der Türkei stehen ihm die Türen deshalb wahrscheinlich weiterhin offen. Er selbst erklärte bei einem Trainingsaufenthalt in der Türkei im Januar: „Ich hatte eine erfolgreiche Zeit mit Eskisehirspor. Der Klub hat wirklich sehr gute Spieler.“ Außerdem sagte er, die Türkei sei seine zweite Heimat (das erklärte er beim Trainingslager in der Türkei – mehr hier). In dieser Heimat könnte er sich jetzt von dem Druck in Deutschland erholen.

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