Königin der Nacht: Adele räumt sechs Grammys ab

Triumph und Trauer bestimmten die Verleihung der Grammy Awards am vergangenen Sonntagabend in Los Angeles. Die Emotionen schienen zerrissen, stand die Veranstaltung doch im Zeichen zweier ganz großer Sängerinnen: Adele, die einen der bedeutendsten Abende ihrer Karriere erleben durfte und Whitney Houston, die nur einen Tag zuvor verstorben war.

Während die Welt um den Verlust einer grandiosen Stimme trauerte, muss es für Adele nach erfolgreich überstandener Stimmband-Operation (in Folge dessen hatte sie dramatisch an Gewicht verloren – mehr hier) wie eine Art Wiedergeburt gewesen sein. Belohnt wurde ihr Einsatz entsprechend (n Kanye West und Adele waren die Top-Nominierten – mehr hier): Ganze sechs Grammys konnte das 23-jährige Stimmwunder mit nach Hause nehmen. Auch die entscheidenden Kategorien „Album des Jahres“ und „Song des Jahres“ konnte Adele für sich entscheiden. Ihr Lied „Rolling In the Deep“ und das Album „21“ hatten ihr Glück gebracht.

Stehende Ovationen für Whitney Houston und Adele

Doch vor dem Triumph kam für die Gäste im Staples Center in Los Angeles die Erinnerung. Moderator LL Cool J alias James Todd Smith bat die Anwesenden unter Tränen der verstorbenen Whitney Houston zu gedenken (für Tochter Bobbi Kristina fast nicht zu ertragen – mehr hier). „Es führt kein Weg daran vorbei“, beginnt der Rapper. „Wir hatten einen Todesfall in unserer Familie. Die einzige Sache, die sich richtig anfühlt, ist mit einem Gebet zu beginnen für eine Frau, die wir geliebt haben, für unsere Schwester Whitney Houston.“ Die Menge zollte ihr mit stehenden Ovationen Respekt. Das gezeigte Video ihres Megahits „I Will Always Love You“ ließ nicht wenige innerlich erbeben.

Auch LL Cool J musste sich fangen. Doch dann fand er die Kraft um Adele zurück in der Musikwelt willkommen zu heißen. Stimmbandprobleme zwangen die Goldkehle zum Schweigen, eine Tour musste sie abbrechen. War alles gut gegangen? Konnte sie mit ihrer Stimme noch immer verzaubern? Die Antwort gab Adele mit „Rolling in the Deep“ gleich selbst. Wem sie dieses grandiose Comeback zu verdanken hat, dessen ist sich die junge Frau voll bewusst. Der Dank galt an diesem Abend ihren Ärzten, die ihr „ihre Stimme zurückgegeben haben“, aber auch ihrer Mutter, die als Alleinerziehende einen „grandiosen Job“ gemacht hat.

http://www.youtube.com/watch?v=3uVQ0GKhYZU

Und Adeles „Lauf“ nahm an diesem Abend kein Ende. Alle sechs Kategorien, für die sie im Vorfeld nominiert worden war, konnte Adele für sich entscheiden. Damit ist sie nun endgültig in die Liga von Beyoncé Knowles (die arbeitet derzeit hart daran wieder in ihre alte Form zu finden  – mehr hier) aufgerückt. Die beiden Damen sind die einzigen Künstlerinnen, die in einer Nacht derart viele Preise abräumten.

Auch einer weiteren Verstorbenen wurde in dieser Nacht gedacht. Für Amy Winehouse betraten ihre Eltern Mitch und und Janis Winehouse die Bühne, die ihre posthume Auszeichnung für das bewegende Duett mit Tony Bennett entgegennahmen (mit der Jazz-Legende arbeitete Amy im März vergangenen Jahres in den Abbey Road Studios in London – mehr hier).

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