Mazyek: Wulff-Rücktritt hat nichts mit seinen Islam-Aussagen zu tun

Nach dem ersten Bekanntwerden der Wulff-Affäre hatten viele Muslime den BP wegen seinem großen Integrations-Engagement unterstützt. Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, glaubt, die Akte-Wulff sei übertrieben worden, trotzdem müsse er sich den rechtlichen Konsequenzen stellen.

Viele Muslime hatten sich nach den ersten Vorwürfen gegen Wulff hinter ihren Bundespräsidenten gestellt. Schließlich war er es, der ihnen Anerkennung schenkte. Seine Aussage „Der Islam ist ein Teil von Deutschland“ bleibt unvergessen. Es kursierte sogar die Meinung, genau deshalb seien die Vorwürfe gegen Wulff erhoben worden. Solche Meinungen seien in der deutschen Politik nicht erwünscht. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, teilt diese Theorie nicht. Den Deutsch Türkischen Nachrichten erklärte er:

„Ich bin sicher, dass der eingeschlagene Weg der Integration durch den neuen BP fortgesetzt wird und ich setze darauf, dass dieser oder diese dann auch für alle Deutschen sprechen wird, also auch für die Muslime.

Ich habe uneingeschränktes Vertrauen in unser Rechtssystem. Und jeder in unserem Lande muss sich diesem gegenüber auch im Bedarfsfall stellen, auch ein BP.
Ich teile die Verschwörungstheorie ausdrücklich nicht, wonach Herr Wulff wegen seinen Aussagen zum Islam den Hut nehmen musste.

Dennoch bleibt ein Geschmäckle, weil zu den größten gegenwärtigen Herausforderungen Deutschlands der drohenden EU-Finanzkollaps, die gefährliche Bedrohungslage im Nahen Osten und die bisher unaufgeklärten skandalösen Nazi-Morde in Deutschland zählen, und eben nicht die Personalie Wulff. Wenn man hingegen die Berichterstattung der letzen Zeit verfolgt, hatte man gelegentlich den Eindruck, das sei genau umgekehrt.“

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