Angelina Jolie mahnt: Es ist Zeit in Syrien einzuschreiten!

Angelina Jolie ist keine Frau, die dem Leiden einfach zusieht. Sie Fährt in die Krisenregionen, steht den Leidenden - wie vergangenen Sommer in den türkischen Flüchtlingscamps - bei und sie schaltet sich ein, wenn es darum geht, Unrecht zu beenden. Jetzt auch im Fall von Syrien.

Als Sonderbotschafterin der UNHCR war Angelina Jolie Mitte Juni 2011 in die Türkei gekommen, um sich dort über die Lage in den syrischen Flüchtlingscamps zu informieren. Vor allem den Kindern hörte sie aufmerksam zu, zeigte Interesse für ihre Nöte, Sorgen und Ängste (Bilder ihres Besuches gibt es hier). Ihr Besuch galt den Flüchtlingen in der türkischen Provinz Hatay als Zeichen der Hoffnung (ohne Umschweife begab sich der Hollywood-Star dort hin – mehr hier). Nur Stunden zuvor hatten die Menschen im Camp protestiert. In Spruchbändern wurde Syrien aufgefordert, das Morden und die Zerstörung der Moscheen zu beenden.

Jolie verurteilt Veto gegen UN-Resolution scharf

Jetzt, knapp acht Monate später, erhebt der „Engel der Welt“, wie sie Angelina Jolie im Camp genannt haben, erneut ihre Stimme. Im Rahmen ihrer Vorstellung von „In the Land of Blood and Honey“ (dafür erhielt sie sogar Morddrohungen – mehr hier) in Sarajevo sprach sich die sechsfache Mutter für eine Intervention im gebeutelten Syrien aus, um den blutigen Niederschlagungen durch das Regime Assads endlich Einhalt zu gebieten. Diejenigen, die sich gegen eine entsprechende UN-Resolution gegen Syrien gestellt hatten, verurteilte sie scharf.

„Ich denke, Syrien ist an einem Punkt angelangt, wo bestimmte Formen der Intervention leider unbedingt nötig geworden sind“, so die Lebensgefährtin von Brad Pitt gegenüber Journalisten von Al Jazeera. „Es ist so traurig, es ist so aufregend, es ist so schrecklich, was passiert ist“, klagt die Schauspielerin an. Gegen das weitere Abschlachten der Bevölkerung müsse etwas getan werden. „Wenn man diese massive Gewalt und das Morden auf den Straßen sieht, muss man etwas machen“, mahnt Jolie.

Beweggründe von Russland und China hinterfragen

Auch mit ihrem Regiedebüt will Angelina Jolie dazu beitragen, dass die Weltbevölkerung endlich die Augen öffnet und anfängt die „Stimme zu erheben“. Ohne China und Russland konkret zu benennen, verurteilte sie „diese Länder, die beschlossen haben, nicht zu intervenieren“ und das trotz „globaler Bemühungen“. Ein solches Veto sollte stark hinterfragt werden, so der einstige Tomb Raider-Star, wenn das Land wirtschaftliche Interessen in der Region hege und ein Veto gegen eine humanitäre Intervention erst Recht (während die Türkei die syrische Opposition unterstützt, verbündet sich die PKK mit dem syrischen Machthaber Assad – mehr hier).

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