Türkei beliefert Griechenland wieder mit Gas

Der kalte Winter forderte bislang 600 Menschenleben in Europa. In Griechenland ist das Gas knapp, doch die Türkei will helfen.

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Wie der türkische Energieminister Taner Yıldız mitteilte, hat die Türkei ihre Gashähne wieder geöffnet und versorgt ihr Nachbarland Griechenland wieder mit dem Rohstoff. (Die Türkei selbst wendet sich vom Gas ab und hin zu Kohle und Kernkraft, mehr hier)

Wie Yıldız Reportern in Kayseri mitteilte, habe sein griechischer Kollege George Papaconstantinou telefonisch darum gebeten. “Wir hatten die Gaszufuhr nach Griechenland aufgrund von technischen Schwierigkeiten gestoppt, die bei der Lieferung aus Aserbaidschan und dem Iran aufgetreten waren. Es gab Probleme mit dem Druck in den Pipelines“, zitiert ihn die Tageszeitung Zaman. (Die Türkei hat eine eigene Idee eines Pipeline-Projekts, weshalb das Nabucco-Vorhaben erschwert wird, mehr hier)

Als sein griechischer Kollege ihn um Hilfe gebeten hatte, habe er ihm einfach helfen müssen. „Ich verstehe ihn, weil wir alle versuchen, das Problem des knappen Gases nicht unsere Bevölkerungen spüren zu lassen“. Er habe auch mit seinem ukrainischen Kollegen gesprochen. Auch er habe Griechenland zugesagt, in dieser schweren Situation zu helfen“.

Yıldız betonte, die Türkei habe die Kapazität, ihr gesamte Bevölkerung mit Gas zu versorgen. „Sechs hundert Menschen sind in Europa wegen der extremen Wetterbedingungen gestorben und auch wir hatten große Schwierigkeiten in der Türkei“. Doch mit Engpässen sei zu rechnen. Doch eine gute Sache hatte das Wetter: es nutze den Wasserkraftwerken, welche „zurzeit auf Hochtouren laufen“.

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