Türkei: Griechisch Orthodoxer Patriarch fordert mehr religiöse Freiheit in neuer Verfassung

Zurzeit arbeitet eine Kommission an einer neuen Verfassung. Diese soll den christlichen Minderheiten mehr Rechte garantieren, fordert der Patriarch der griechisch-orthodoxen Gemeinde.

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Bei einem Besuch bei der Kommission des türkische Parlaments, welche die neue Verfassung ausarbeitet, sagte der Patriarch der griechisch-orthodoxen Gemeinde in der Türkei, Bartholomeus, die neue türkische Verfassung solle Minderheiten des Landes mehr religiöse Freiheiten garantieren.

Die Kommission arbeitet zurzeit an einem Entwurf für eine neue Verfassung, der parteiübergreifend Zustimmung finden soll. Diese neue Verfassung soll schließlich die derzeitige Verfassung aus dem Jahr 1982 ersetzen. Diese war nach dem Militärcoup in Kraft getreten. Bartholomeus sagte, er befürworte eine Verfassung, welche gleiche Rechte und religiöse Freiheit garantiere. Außerdem forderte er, dass das griechisch-orthodoxe Seminar, das Generationen von Patriarchen ausgebildet hatte, wieder eröffnet wird.

„Wir wollen keine Bürger zweiter Klasse sein. Leider haben religiöse Minderheiten bis heute viele Ungerechtigkeiten erlebt. Diese werden nach und nach aufgehoben und verbessert. Eine neue Türkei entsteht. Nie haben wir unsere Hoffnung verloren. Heute sind wir sehr glücklich. Wir sind uns sicher, dass unsere Ideen mit in Betracht gezogen werden, denn wir wollen nichts anderes als unsere Rechte als türkische Staatsbürger“ (was auch die jüdische Gemeinde gefordert hatte, mehr hier), zitiert die Tageszeitung Zaman den Patriarchen.

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