Vatikan ist interessiert: 1.500-Jahre alte Bibel in Ankara gefunden

Der Vatikan hat von einer ganz besonderen Bibel im Enthnographischen Museum in der Türkei erfahren. Papst Benedikt XVI. hat bereits darum gebeten, das Exemplar von Vertretern des Vatikans untersuchen lassen zu dürfen. Die Bibel, um die es geht, ist nämlich in der Sprache von Christus, auf Aramäisch, verfasst.

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Seit 15 Jahren ist der türkische Staat offenbar in Besitz einer 1.500 Jahre alten Bibel (kürzlich wurde ein 1.500 Jahre altes Mosaik der Hagia Sophia zurück in die Türkei gebracht worden – mehr hier). Der Vatikan hat nun einen offiziellen Antrag auf Untersuchung des historischen Buches gestellt, berichtet die türkische Tageszeitung Bugün. Der Wert der geheimnissvollen Bibel wird auf über 17 Millionen Euro geschätzt.

Historische Bibel schmorte in Aservatenkammer der Polizei

Das Buch wurde im Jahr 2000 von der türkischen Polizei bei der Sprengung eines Schmugglerrings beschlagnahmt und befand sich anschließend acht Jahre in der Aservatenkammer in Ankara, bevor es dem hiesigen Ethnographischen Museum übergeben wurde. Hier stellte sich bei Untersuchungen heraus, dass die Bibel rund 1.500 Jahre alt sein muss.

Die Seiten bestehen aus Tierhaut, die Schrift sei aramäischen Ursprungs, erklären die Historiker – ein ganz besonderes Detail, vor allem für die christliche Welt (christliche Minderheiten fordern in der Türkei mehr Rechte – mehr hier). Der Fund sei besonders Aufsehen erregend, weil Aramäisch auch die Sprache von Jesus Christus war. Weitere Untersuchungen möchte nun der Vatikan anstellen.

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