USA: Waffenlieferung an syrische Regierungsgegner ist eine Option

Bislang setzten die USA auf eine friedliche Lösung des Syrien-Konflikts. Doch nun schlagen sie einen neuen Kurs ein, Waffenlieferungen könnten eine Alternative sein. Experten warnen allerdings vor einer Bewaffnung der Freien Syrischen Armee - der Konflikt muss nachhaltig gelöst werden.

Sollte eine politische Lösung des Syrien-Konflikts ausweglos erscheinen, sei es möglich, dass die USA die syrische Opposition mit Waffen beliefert. Das verkündeten Beamte des Weißen Hauses und des US State Department. Damit schlägt die USA einen neuen Kurs ein. Während sie bislang eine friedliche Politik befürwortete, sagt sie nun, oppositionelle Gruppen mit Waffen zu beliefern, könnte eine Alternative sein.

„Wir glauben immer noch, dass eine politische Lösung in Syrien gebraucht wird, aber wir möchten nichts machen, dass zu einer weiteren Militarisierung Syriens führen würde. Wir schließen keine zusätzlichen Maßnahmen aus“, so der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. (Währenddessen glaubt der syrische Machthaber Assad noch an eine Versöhnung mit der Türkei, mehr hier)

Am Freitag wird US-Außenministerin Hillary Clinton nach Tunesien reisen, um dort mit Vertretern aus 70 Ländern zusammenkommen. Unter dem Motto „Freunde von Syrien“ wollen sie über den nächsten Schritt der internationalen Staatengemeinschaft im Syrien- Konflikt entscheiden. (Währenddessen gewinnt die PKK im enstantenen Machtvakkum im Land an Kraft, mehr hier) Die USA und ihre Verbündeten hoffen, dass sich die Staaten bei diesem Treffen auf einen gemeinsamen Fahrplan einigen können. Vorher hatten Russland und China bei der UNO ihr Veto gegen den von Westen unterstützten Plan der Arabischen Liga eingelegt. (Auch der Iran unterstützt das Land, mehr hier)

„Die Anwendung von Gewalt sollte die letzte Stufe der Eskalation sein“, zitiert dagegen die Tageszeitung Zaman den Nahost-Experten Robert Danin. Eine Bewaffnung der Freien Syrischen Armee und anderer oppositioneller Gruppen könnte zwar zu einem Sturz Assads führen, würde aber auch die Gefahr beinhalten, dass der Staat danach in Fraktionen zerfällt.

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