Streit endet vor Richter: Kurden und Türken gehen in Emsdetten aufeinander los

Zwei Gruppen von Jugendlichen mussten sich in Steinfurt wegen einer brutalen Prügelei auf einer Kirmes in Emsdetten verantworten. Die Männer sind nicht davor zurückgeschreckt, bei ihrer Auseinandersetzung von Messern Gebrauch zu machen.

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Im Jahr 2009 eskalierte ein Streit zwischen kurdischen und türkischen Jugendlichen und endete schließlich blutig. Die Gruppen sollen bei einer Kirmes in Emsdetten im Kreis Steinfurt bei ihrer Schlägerei sogar mit Messern, Aschenbechern und Totschlägern aufeinander losgegangen sein. Der Grund für die Auseinandersetzung soll ihre „kurdische bzw. türkische Herkunft“ gewesen sein, berichtet die Münsterländische Volkszeitung.

Die erste Gruppe musste sich schon vor zwei Wochen vor Gericht verantworten. Diese jungen Männer aus Greven wurden allerdings viel schwerer verletzt. Einer von ihnen, ein 16-Jähriger, leidet bis heute unter den Auswirkungen der brutalen Auseinandersetzung. Deshalb wurden die Verfahren gegen sie eingestellt.

Nicht so bei den anderen acht Männern aus Rheine und Neuenkirchen. Die Anklage behauptet, auf sie sei die Eskalation des Streits zurückzuführen. Zwei von ihnen sollen Messer gezogen haben. Doch sie beharren auf dem Standpunkt, dass die andere Gruppe zuerst mit Messern attackiert habe. Die Messer hätten sie „angefasst und weggeworfen“, sodass keiner den anderen Jugendlichen verletzt worden sei. Der Richter glaubt diese Schilderung offenbar nicht, denn er argumentierte: „die werden sich ja nicht selbst gestochen haben“. Vier von ihnen kamen mit Sozialstunden davon. Das Verfahren wurde vertagt.

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