Rassismus auf Facebook: Baseball-Coach nach Kommentar über Whitney Houston suspendiert

US-Radiomoderatoren lästern über ihre Drogensucht, der "National Enquirer" veröffentlicht Fotos, die sie im goldenen Sarg zeigen und jetzt beschimpft sie auch noch ein Baseball-Coach auf Facebook: Whitney Houston kommt auch zwei Wochen nach ihrem Tod nicht zur Ruhe. Ungesühnt bleiben die Taten allerdings nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die US-amerikanischen Radiomoderatoren erhielten ihre Quittung (die Station KFI AM 640 suspendierte John Kobylt und Ken Chiampou für einige Tage vom Dienst – mehr hier), das Magazin steht massiv in der Kritik (vielen Fans und auch Medienvertretern ging die Veröffentlichung absolut zu weit – mehr hier und hier) und auch der Trainer, das berichtet derzeit die „Daily Mail“ wurde auf Grund seiner rassistischen Äußerungen nun von seiner Tätigkeit suspendiert. Er hatte Whitney Houston auf seiner eigenen Facebook-Seite als „dumme N***“ bezeichnet.

Befreundete Frau trägt Facebook-Posting weiter

Freunde und Familie von John Kelly, ein Geschäftsmann und Jugend-Baseball-Coach aus Chicago, hatten den Stein ins Rollen gebracht, nach dem sie seine Zeilen über Whitney Houston im Sozialen Netzwerk entdeckt hatten. Eine Freundin der Familie hatte den Beitrag markiert und auch auf der Facebook-Seite der Westside Baseballmannschaft von Oak Lawn gepostet. Der eigentlich als Familienmensch bekannte Kelly wurde umgehend vom Dienst als Präsident des Teams frei gestellt und muss sich nun Beschimpfungen als Rassist gefallen lassen.

Auf seiner Facebook-Seite schrieb er: „Ich bin es so leid von dieser dummen, beschränkten N*** Whitney Houston zu lesen.“ Sie selbst sei so dämlich gewesen sich durch Drogen umzubringen. Whitney habe sich mehr Dollars durch die Nase gezogen als manche Menschen in ihrem ganzen Leben verdienen würden. Seiner Meinung nach gäbe es da draußen wichtigeres als den Tod dieser Souldiva. Da draußen gäbe es Kinder deren Väter sterben würden und Mütter, die um ihr Leben kämpften. Die Welt sei beschränkt, wenn sie glaube, Whitney hätte das auch nur einen Deut interessiert.

John Kelly bestreitet Rassismus-Vorwürfe entschieden

Im Nachhinein versucht John Kelly zurückzurudern, indem er, so heißt es, gegenüber den US-Medien betone, wie viele schwarze Freunde er hätte und dass er erst gar nicht begriffen hätte, dass er diese Zeilen wirklich auf Facebook eingestellt hätte. Er erklärte, dass seine Seite nur für Familie und Freund zugänglich wäre. Die Mutter eines frühren Spielers, eine Farbige, hätte das dann wohl entdeckt und sowohl auf ihrer eigenen Seite als auch auf der Seite der Liga verbreitet. „Solchen Wirbel brauche ich in meinem Leben wirklich nicht“, versucht sich der Mann nun als Opfer darzustellen. Ihn selbst als auch seinen Geschäften habe das sehr geschadet.

Ein Jahr lang darf es sich nun nicht mehr als Baseball-Trainer engagieren. Dass sein Kommentar über Whitney Houston falsch gewesen sein soll, will er allerdings nicht einsehen. Vielmehr hätte es ihn persönlich entsetzt, dass der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, die US-Flaggen am Tag von Houstons Trauerfeier an den staatlichen Gebäuden auf Halbmast setzen ließ. Er ist überzeugt, auf Grund ihrer Drogenkarriere sei die Houston alles andere als geeignet, um ein Vorbild für die Jugend zu sein. „Ich stehe zu allem, was ich sagte, außer hinter dem ’n‘-Wort. Dass ich dieses Adjektiv benutzt habe, bedauere ich sehr“, so Kelly. Doch mache es ihn gleich zu einem Rassist? Wohl kaum, so der Beschimpfte weiter. Nichts läge ihm ferner. Ganz im Gegenteil habe er einige tolle Freunde, die ebenfalls schwarz seien.

Mittlerweile haben sich der einstige Coach und die Mutter, die anonym bleiben will, auch persönlich getroffen. Verlaufen ist das Gespräch jedoch alles andere als gut. Während er sich von attackiert fühlte, erwidert sie, dass er ihres Erachtens ebenfalls kein gutes Vorbild für Kinder sei. Einen Konsens haben beide nicht gefunden (ebenso wenig wie Bobby Brown und Cissy Houston, die weiterhin im Clinch um Bobbi Kristina liegen – mehr hier).

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