Meryl Streep: „Ich will keinen Oscar!“

Jetzt ist es soweit: zum 84. Mal werden in dieser Nacht die Academy Awards vergeben. Die Oscar-Vorbereitungen rund um das berühmte Kodak Theatre in Los Angeles laufen auf Hochtouren. Auch Meryl Streep ist als "Beste Hauptdarstellerin" für ihre Rolle in "Die Eiserne Lady" nominiert. Sie selbst würde den Preis allerdings lieber in den Händen ihrer Freundin Viola Dawis sehen, die für ihre Darstellung in "The Help" ebenfalls zu den Top-Favoriten gehört.

So etwas hätte man nicht vermutet: Gerade die amerikanische Filmindustrie ist dafür bekannt, dass hier nicht nur die Ellbogen eingesetzt werden, sondern bei Bedarf auch schon mal etwas mehr. Einen Oscar – den will natürlich jeder haben. Denn er bedeutet nicht nur Ruhm und Ehre, sondern vor allem in den meisten Fällen auch eine ordentliche Steigerung des eigenen Marktwerts (auch die Türkei schickt einen Film ins Rennen – mehr hier).

Meryl Streep hat bereits zwei Oscars gewonnen

Eine, die offenbar völlig über den Dingen steht, ist allerdings Meryl Streep. Dem Spektakel in Los Angeles sieht die erfahrene und preisgekrönte Schauspielerin denkbar gelassen entgegen. Zwar ist die Hollywood-Heldin für ihre Darstellung als Margareth Thatcher in dem umstrittenen Film „Die Eiserne Lady“ selbst für eine Trophäe nominiert ( Bei den „New York Film Critics Circle Awards“ wurde sie bereits als beste Schauspielerin geehrt – mehr hier). Doch unbedingt auf die Bühne will sie, so gesteht sie in einem Interview mit dem britischen Boulevardblatt „Sun“, an diesem Sonntagabend wohl nicht. Immerhin: Meryl Streep beherbergt bereits zwei der kleinen goldenen Figuren in ihrem Wohnzimmer. Einmal für ihre Rolle in „Kramer gegen Kramer“ im Jahr 1979 und einen zweiten für „Sophies Entscheidung“ 1982. Insgesamt wurde sie bereits 17. Mal nominiert.

Viel lieber wäre es der Grande Dame der Filmbranche, wenn ihre Freundin Viola Davis für ihre Rolle in Kathryn Stocketts „The Help“ ausgezeichnet würde. „Ich liebe sie“, gesteht Meryl Streep unumwunden. „Sie ist großartig. Sie verdient ihn und sollte in der vordersten Reihe in unserem Business agieren. Sie ist eine Freundin und wir haben auch schon miteinander gearbeitet. Ich habe sie wirklich gern. Für unsere Freunde wollen wir doch nur das Beste. Ehrlich.“

Ob das die Konkurrenz von Meryl Streep und Viola Davis wohl genauso sieht? In der Bestseller-Verfilmung „The Help“ spielt Viola Davis unter der Regie von  Tate Taylor die Magd Aibileen Clark, die mit der Journalistin Skeeter zusammenarbeitet, um die wahren Geschichten aus dem Leben der 60er Jahre aufzudecken.

Für „Doubt“ standen Meryl und Viola bereits gemeinsam vor der Kamera. Beide erhielen dafür eine Oscar-Nominierung. Gewonnen hat damals allerdings keine von beiden. Im Augenblick stehen die Wetten eher für Meryl Streep als Margareth Thatcher. 6-5, so die Quote für ihren Triumph, die derzeit bei den Buchmachern angeschrieben steht. Die Wetten für Viola liegen bei 8-13. Aber auch in Hollywood gilt schließlich: unverhofft kommt oft.

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