Alpines Knowhow: Österreicher bauen größtes Skigebiet der Türkei

Endlich positive Neuigkeiten aus den türkischen Ski-Gebieten. Nachdem in diesem Jahr bereits zwei Todesfälle durch die Medien gingen, gibt es nun Erfreuliches zu berichten: Ein österreichisches Ingenieurbüro will das größte Skigebiet der Türkei errichten.

Das Vorhaben des Absamer Ingenieurbüros „Klenkhart & Partner“, dessen erste Bauphase bereits abgeschlossen ist, klingt gigantisch: Mit einem Investitionsvolumen von 350 Millionen Euro, so viel will der türkische Honorarkonsul Mehmet Eglenceoglu in den Skispaß Mitten in Anatolien stecken, gilt es als Generalplaner von der Pistenplanung bis hin zu den Liftanlagen alles im Blick zu behalten.

Erste Ausbauphase in Kayseri bereits abgeschlossen

Nun liegt es in den Händen der Österreicher, die sich gegen eine interantionale Konkurrenz durchsetzen konnten, in Kayseri, einer der anatolischen „Tigerstädte“, am Vulkan Mount Erciyes, das größte Skigebiet des Landes Wirklichkeit werden zu lassen. Und einiges ist bereits geschafft: 35 Kilometer technisch beschneite Ski-Pisten, hierfür waren übrigens ständig vier Tiroler Baggerfahrer zur Unterstützung der türkischen Kollegen vor Ort, und sechs neue Liftanlagen wurden laut österreichischen Medien schon fertiggestellt. 10.400 Personen können damit pro Stunde befördert werden. Auch die Infrastruktur nimmt Gestalt an: Pistensicherungsmaßnahmen, Leitsysteme, Lawinenschutzmaßnahmen, Telekommunikation, und das Ticketing, eben alles, was das Ski-Fahrerglück auch in der Türkei perfekt macht, sind vorhanden.

Speicherteich auch im Sommer eine Touristenattraktion

Übrigens, das riesige Ski-Gebiet ist dank der Tiroler Planer auch im Sommer eine touristische Attraktion. Denn der 230.000 Kubikmeter fassende Speicherteich für die Beschneiungsanlage wurde vorausschauend als Landschaftsteich geplant, der auch in den warmen Monaten Gäste locken soll. An eine Verschnaufpause ist bei „Klenkhart & Partner“ jetzt allerdings nicht zu denken: In einer zweiten Ausbauphase sollen jetzt 22 weitere, teils anspruchsvolle Pistenkilometer entstehen.

In den letzten Jahren war das gut 20 Mitarbeiter starke Ingenieurbüro, das 2011 seit 20-jähriges Bestehen feierte, nicht nur in der Türkei, sondern auch in  Deutschland, der Ukraine und in Rumänien aktiv. Dabei wurden nach eigenen Angaben knapp 200 Beschneiungsanlagen mit 50 Speicherteichen mit Größen von 10.000 m³ bis 200.000 m³  geplant und in der Umsetzung begleitet. Da steht einer Bewerbung der Vertreter der „Municipality of Kayseri“ für die Olympischen Winterspielen 2022 in der Türkei wohl nichts mehr im Wege (für Erdogan haben derzeit aber erstmal die Olympischen Sommerspiele 2020 Priorität – mehr hier).

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