Im Namen Obamas: Gauner wollen Geld von türkischem Bürgermeister erschwindeln

Es ist Wahlkampfzeit in den USA: Die Kandidaten buhlen um Millionen und Abermillionen Dollar, um für ihre potentiellen Wähler größtmöglich aufzufahren. Ein türkischer Bürgermeister staunte jetzt allerdings nicht schlecht als ihn US-Präsident Barack Obama persönlich um eine Spende bat.

Bereits frühzeitig im vergangenen Jahr hat es Barack Obama angekündigt: Er will erneut für das Präsidentenamt kandideren und für eine zweite Amtszeit die Geschicke im Weißen Haus lenken (seine erneute Kandidatur hatte er bereits Anfang April 2011 via Email und Video-Nachricht verkündet – mehr hier). Dass das kein billiges Unterfangen ist, lehrt die Erfahrung. Bevor es am 6. November dieses Jahres für die US-Bürger tatsächlich an die Wahlurnen geht, könnten gut und gerne eine Milliarde Dollar für den Wahlkampf ausgegeben worden sein.

Betrüger fordern Überweisung auf türkisches Bankkonto

Dass da jeder Spendendollar zählt, dürfte klar sein. Dennoch staunte der Bürgermeister von Diyarbakır, Osman Baydemir, nicht schlecht, als er nun Post vom Weißen Haus bekam. Wirklich? Natürlich nicht! Wie türkische Medien berichten, hatten Betrüger versucht, mit einer gefälschten Unterschrift von US-Präsident Barack Obama Geld von Baydemir zu ergaunern. Die Betrüger erklärten dem Bürgermeister in ihrem manipulierten Schreiben, dass man im Rahmen der Kampagne zur Wiederwahl “ im [Vorfeld der Wahlen] auch die Unterstützung und Spenden von unseren Freunden und Verbündeten sehen“ möchte.

Auf den ersten Blick sah das Schreiben auch ganz echt aus. Es trug einen offiziellen Briefkopf des Weißen Hauses und es wurde darum gebeten, die Finanztransaktion „absolut vertraulich und sensibel“ zu behandeln. Schließlich wurde Baydemir dazu aufgefordert, Buchgeld auf einem Garanti Bank-Account zu hinterlegen. Die Betrüger verwiesen in ihrem Brief auch auf die kurdischen Wurzeln des Bürgermeisters, indem man erklärte, dass man „sich auf die Zusammenarbeit mit Ihrer Regierung und dem kurdischen Volk für ein besseres Leben“ freue.

Bürgermeister Baydemir zeigte sich allerdings unbeeindruckt von diesem Betrugsversuch. Er nahm das Ganze sogar mit Humor und schrieb dem vermeintlichen „Präsidenten“, dass er die gewünschte Transaktion leider ablehnen müsse und lud ihn stattdessen zum Abendessen in sein hiesigen Lieblingsrestaurant ein. Schließlich habe sich Obama schon immer für lokale Speißen interessiert, wenn er mit den führenden Politikern dieser Welt zusammen gekommen sei. Das ist doch was!

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