Kulturolympiade „Crossover“: Kids kommen in Lederhosen, Dirndl und türkischer Tracht

Deutsche und türkeistämmige Jugendliche und Kinder gaben am Samstag ihr Bestes, um das Deutschlandfinale der deutsch-türkischen Kulturolympiade zu erreichen. Mit den verschiedensten Auftritten, ob moderner Rap oder Schlager, begeisteren sie die Zuschauer.

Über 1000 Gäste versammelten sich am Samstag im Audimax der Technischen Universität Berlin, um auch in diesem Jahr am Fest der Kulturen, der Berlin Finale der deutsch-türkischen Kulturolympiade, teilzunehmen. Mit deutschen und türkischen Fähnchen in den Händen bejubelten sie die mutigen Jugendlichen, die in drei Kategorien – Gedicht, Gesang, Tanz – gegeneinander auftraten.

Das Video-Intro „Was ist Kultur?“ schilderte zunächst einmal die Bedeutung der Kulturen und versicherte, dass hier „Vergangenheit und Zukunft, Brauchtum und Moderne“ aufeinander treffen werden. Motto der diesjährigen deutsch-türkischen Kulturolympiade war das Goethe-Zitat „Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen“.

Völkerverständigung über die Grenzen hinaus, Neuentdeckung der Kulturen und Bewusstseinserweiterung – rund 1200 Jugendliche in ganz Deutschland haben es sich zum Ziel gemacht, sich an den Wettbewerben der deutsch-türkischen Kulturolympiade für die Aufrechterhaltung der Kulturen und Sprachen einzusetzen und sind der beste Beweis der deutsch-türkischen Freundschaft.

Nach den Eingangsworten des TÜDESB Vorsitzenden Irfan Kumru, begann dann die Show, mit deutschen Rap. Ali Said Sargin und Semih Oguz erzählten mit Sprechgesang von den Probleme des Erwachsenwerdens – die Jugendliche jeder Kultur nachvollziehen können. Die 12-jährige Nina Karohs begeisterte die Gäste mit dem türkischen Lied „Es regnet auf einen Stein“ (Yağmur yağiyor taş üstüne).

Doch wer denkt, dass hier die deutsche Kultur viel zu kurz kommt, liegt falsch. Melissa Isik trat mit dem deutschen Popsong „Das ist der beste Moment“ auf. Ahmet Karatepe begeisterte mit seinem Vortrag von „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“. Mit dem deutschen Lied „Es führt über den Main“ und ihrem weißen Kleid erntete auch die Deutsch-Türkin Asena Karatekin minutenlangen Applaus. Zwischen den Auftritten der Kandidaten, die es alle unbedingt bis ins Deutschlandfinale schaffen wollten, legten Kinder und Jugendliche zwei Volkstänze aufs Parkett und der TÜDESB-Grundschulchor konnte ebenfalls zeigen, was er kann.

Am Ende fiel es der acht-köpfigen deutsch-türkischen Jury nicht leicht, die Gewinner des Kulturabends zu bestimmen. Nach langer Beratung entschieden sie sich: In der Kategorie türkischer Gesang von deutschen Muttersprachlern qualifizierte sich Emily Leberecht für das Deutschlandfinale am 18. März in Paderborn, in der Kategori Gedicht in türkischer Sprache gewann Burak Ramadani, Asena Karatekin hängte ihre Gegner beim deutschen Gesang ab und Ahmet Karatepe wird durch seinen Vortrag eines deutschen Gedichts schon bald nach Paderborn reisen.

Während auf der Bühne Tränen der Enttäuschung und der Freude flossen, sangen alle Teilnehmer zum Abschluss gemeinsam das Lied der Kulturolympiade „Yeni bir dünya – einen neue Welt“.

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