Lob von Minister Arınç: Endlich läuft die erste kurdisch-sprachige Serie in der Türkei

Das türkische Staatsfernsehen strahlt die erste kurdisch-sprachige Serie aus. Ob die Untertitel auch nicht-kurdisches Publikum anzulocken vermögen?

„Wir freuen uns alle, dass das in der [kurdischen, Anmerk. d.Red.] Muttersprache geschriebenen Werk in der Türkei der Freiheiten als Serie verfilmt wurde“ – mit diesen Worten zollte der stellvertretende Ministerpräsident der Türkei, Bülent Arınç, einem neuen Fernsehprojekt seine Anerkennung: der ersten kurdisch-sprachigen TV-Serie im staatlichen Fernsehen.

Auf der Gala zur Serie „Siya Nem u Zin“ beglückwünschte Arınç den Fernsehsender TRT und die Schauspieler. Die Serie sei sehr wichtig, denn: „Die Liebesgeschichte von Mem und Zin ist sehr bekannt. Das Epos ist eines der schönsten Beispiele unserer Zivilisation“, zitiert ihn die Tageszeitung Radikal. (Während sich türkische Serien im Ausland generell großer Beliebtheit erfreuen und Touristen anziehen,-mehr hier– , hat kürzlich Usbekistan türkische Serien zensiert, mehr hier)

Die Serie wird im kurdisch-sprachigen TV-Sender TRT 6 mit  Untertiteln ausgestrahlt.

Der Autor Ahmed Hani, auf Kurdisch Ehmedê Xanî, hat das Werk im 17. Jahrhundert im kurdischen Kurmanca-Dialekt in Reimform geschrieben. Es erzählt die tragische Geschichte der zwei Verliebten Mem und Zin, die nicht zueinander finden. Der mythologische Stoff ist allerdings sehr viel älter und wurde oral tradiert. Der Autor griff die Sage auf und adaptierte sie für seine Zeit.

Das Buch war im vergangenen Jahr vom Kulturministerium gedruckt worden.

Die Serie ist ein weiterer Schritt auf dem Weg der Anerkennung der ethnischen Vielfalt des Landes.

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