Die Türkei als Kühltruhe: Darum ist es so bitterkalt

Der kalte Winter traf die Türkei - sowie ganz Europa - besonders hart. Ist das der erwartete Klimawandel? US-Forscher fanden heraus: Das Schmelzen der Gletscher und der starke Schneefall stehen in einem Zusammenhang.

Der Winter traf die Türkei dieses Jahr besonders hart. (Die extreme Kälte ließ den Gasverbrauch auf Rekordniveau schießen – mehr hier) 600 Menschenleben forderten die Kälte und der Schnee in ganz Europa. Das wirft Fragen nach dem so häufig beschworenen Klimawandel auf: Erwärmt sie die Welt vielleicht doch nicht? Amerikanische Forscher fanden nun eine Antwort auf diese Frage.

Tatsächlich erwärmt sich das Klima, was dazu führt, dass die Gletscher im Polarmeer schmelzen. Das führt zu einer Veränderung der klimatischen Bedingungen, was letztendlich dafür verantwortlich ist, dass es in Teilen der Nordhalbkugel besonders stark schneit und sehr kalt ist.

Seit 2007 beachtliche Reduktion der Gletscherfläche

Wissenschaftler des Technologieinstituts in Georgia haben herausgefunden, dass es in Nordamerika, Europa und in China vermehrt schneit, seitdem sich im Jahr 2007 die Fläche der Gletscher beachtlich reduziert hat und sehen einen Zusammenhang zwischen den beiden Phänomen.

Satellitenaufnahmen, mit denen man 1979 begonnen hatte, zeigen, dass die Fläche der Gletscher im Herbst 2010 um 29,4 Prozent geschmolzen war. Das ist so viel wie zwei Mal die Fläche von Frankreich.

Sorge um Gazprom: Türken bangten um Gaslieferung

Der kalte Winter machte der Bevölkerung in der Türkei schwer zu schaffen. Besonders die Gasversorgung bereitete vielen Menschen Kummer, weil die Türkei verkündet hatte, den Vertrag mit dem Hauptgaslieferanten Gazprom auslaufen zu lassen. Das russische Unternehmen wollte die Preise trotz wiederholter Verhandlung nicht senken (mehr hier). Auch Griechenland bangte eine Zeit lang um die Gaszufuhr, doch die Türkei beliefert das Nachbarland (mehr hier).

Mehr hier:

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