High School Drama: Schießerei in Ohio fordert zweites Todesopfer

An der Chardon High School im US-Bundesstaat Ohio ist am vergangenen Montagmorgen der Horror eingezogen. Ein 17-jähriger Schüler hatte in der Schulmensa das Feuer eröffnet. Fünf Mitschüler verletzte er schwer. Mittlerweile ist ein zweiter Jugendlicher seinen Verletzungen erlegen.

Seine Fußspuren im Schnee führte seine Verfolger schließlich zu ihm: Der erst 17-jährige mutmaßliche Amokläufer hatte gegen halb acht Uhr morgens ohne Vorwarnung das Feuer in der High School von Chardon, einer 5000-Einwohner-Gemeinde östlich von Cleveland, eröffnet (auch in der Türkei gab es vergangenen November vor dem Topkapi-Palast einen Amoklauf – mehr hier). Insgesamt fünf Schüsse soll er auf seine Mitschüler abgegeben haben. Ein Mädchen und vier Jungen wurden verletzt. Die Schule wurde darauf hin evakuiert. Ein Opfer starb kurz darauf im Krankenhaus. Jetzt ist ein zweiter Jugendlicher seinen Verletzungen erlegen. Das wurde mittlerweile von den Behörden bestätigt.

Nachdem der erst 16-jährige Daniel Parmertor nach dem Amoklauf am vergangenen Montag ins MetroHealth Medical Center in Cleveland verbracht wurde und dort von den Ärzten noch am selben Abend für hirntot erklärt wurde, ist nun auch der  17-jährige Russell King Jr. seinen schweren Rückenverletzungen erlegen.

Motiv des Amokläufers liegt derzeit noch im Dunkeln

Unter den drei anderen Verwundeten befindet sich, so die Polizei weiter, ein weiterer Teenager in kritischem Zustand. Wie es genau um Demetrious Hewlin steht, wurde jedoch nicht weiter bekannt. Bisher wurde der Täter noch nicht offiziell von den Beamten identifiziert. Doch sowohl von Schülern, ihren Eltern als auch den lokalen Medien wird immer wieder der gleiche Name genannt: T.J. Lane. Die Polizei stellte bei dem Täter gleich mehrere Waffen sicher. Das Motiv des jungen Mannes liegt derzeit aber noch im Dunkeln.

Allerdings, so berichtet derzeit CBS News, soll der mutmaßliche Täter bereits zwei Tage vor dem Amoklauf, der Erinnerungen an die Tat in der Columbine High School im Jahr 1999 weckt (erst im vergangenen Jahr erschütterte ein Amoklauf in Norwegen die Welt – mehr hier), Freunde in seine Pläne eingeweiht haben. Derzeit sprechen einige Schüler davon, dass der mutmaßliche Täter wohl ein besonders stiller Zeitgenosse gewesen sein soll. Darüber, dass er ein Einzelgänger war, der zudem gemobbt worden sein soll, gibt es allerdings unterschiedliche Angaben.

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