„Allah“ Tattoo verletzt religiöse Empfindlichkeiten: Malaysia sagt Konzert von Erykah Badu ab!

Ein kleines Tatto der bekannten US- R&B-Sängerin Erykah Badu hat im muslimischen Malaysia zu einem Eklat geführt. Dort wurde ein Konzert Badus abgesagt, nachdem ein Promotionfoto von ihr aufgetaucht war, das ein kleines Tattoo mit dem arabischen Wort für "Allah" auf ihrer blanken Schulter offenbarte.

Ausgelöst wurde das Ganze durch eine Veröffentlichung der englischsprachigen Zeitung „The Star“, die ein eigentlich harmloses Fotos der US-amerikanischen Grammy-Gewinnerin abdruckte. Von den malayischen Behörden wurde das allerdings ganz anders wahrgenommen. In ihrem Augen handelte es sich hierbei um „eine Beleidigung des Islam und ein sehr schweres Vergehen“.

Eigentlich sollte Badu am kommenden Mittwoch in der Hauptstadt Kuala Lumpur auf der Bühne stehen. Die Ansicht des Regierungsausschusses, der argumentiert, dass Badus nackte Schultern und ihr Tattoo die religiösen Empfindlichkeiten der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung verletzten und sie deshalb kein Konzert geben dürfe, habe die Künstlerin, so berichtet derzeit die BBC, zutiefst bestürzt.

Malaysia fordert „züchtige“ Konzertgarderrobe

Doch die 41-Jährige, die sich bereits in Malaysia aufhält und trotz Konzertverbots wohl als Touristin bleiben darf, ist nicht die erste, die von den Behörden zurecht gewiesen wird. Vor ihr sollen bereits einige internationale Stars im Vorfeld darauf hingewiesen worden sein, eine „züchtige“ Konzertgarderrobe für das muslimische Land zu wählen (auch libysche Arm der Muslimbruderschaft hat Alkohol und Bikinis verboten – mehr hier). Tattoos sind im Islam untersagt. Auch die respektlose Verwendung des Wortes „Allah“ beleidigt viele Muslime (US-Talker David Lettermann wurde bereits von Islamisten bedroht, weil er über den getöteten Terrorfürsten Osama Bin Laden gescherzt hatte – mehr hier).

Das zuständige Ministerium gibt nun an, von den einschlägigen Tattoos zunächst nichts gewusst zu haben als man die Konzertanfrage der Künstlerin überprüfte. Erst Proteste einiger Muslime nach der Zeitungsveröffentlichung riefen sie allerdings auf den Plan. Jetzt ist man der Ansicht, dass Badus Körperschmuck, von dem bisher nicht bekannt ist, ob es sich um permanente Tattoos handelt, nicht nur die nationale Sicherheit gefährde, sondern auch dem Ansehen der Regierung schade (im Gespräch mit den DTN betonte Fethullah Gülen: “Kein Gläubiger darf sagen: Mein Weg ist der einzig richtige!”   – mehr hier).

„The Star“ hat sich mittlerweile bei den Muslimen entschuldigt. Der Abdruck des PR-Fotos soll ein Versehen gewesen sein. Badu trägt nebem den arabischen auch hebräische Schriftzeichen an ihrem Körper.

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