Osama Bin Laden: Hatte er Terror-Codes in Bibeln versteckt?

Überraschungsfund in Pakistan: Bei den Abrissarbeiten an Osama Bin Ladens letztem Versteck, in dem er im Frühjahr 2011 von US-Spezialeinheiten aufgespürt und niedergestreckt wurde, sind den Bauarbeitern zwei Bibeln in die Hände gefallen.

Die beiden Bücher, so berichtet derzeit das britische Massenblatt „The Sun“ wurden in dem Haus in Abbottabad aufgespürt, in dem auch Terror-Chef Osama Bin Laden im vergangenen Mai durch US-Navy Seals sein Leben verlor (die Nachricht von seiner Ergreifung verbreitete sich rasend schnell – mehr hier, der türkische Staatspräsident Gül und Bundeskanzlerin Merkel zeigten sich erleichtert über den Tod Bin Ladens – mehr hier).

Bei den Büchern soll es sich, so heißt es weiter, allerdings nicht nur um einfache Ausgaben der Bibel gehandelt haben. Man befürchtet, dass der einstige Al Qaida Chef und bekennender Christenhasser darin Botschaften für weiterere Terroranschläge versteckt hatte (am Ground Zero in New York gab es im Zuge seiner Todesnachricht Jubelfeiern – mehr hier).

Pakistanischer Geheimdienst untersucht Bin Laden Bibeln

Die besagten Bibeln wurden im Zuge der Abrissarbeiten von den Bauarbeitern entdeckt, die das letzte Versteck des gefürchteten Terrorfürsten derzeit dem Erdboden gleich machen. Wie Informanten berichteten, sollen gleich mehrere Seiten der beiden englischsprachigen Ausgaben eingeknickt und besondere Textstellen markiert gewesen sein. Derart alarmiert, trat noch in der vergangenen Nacht der militärische Nachrichtendienst der Streitkräfte Pakistans, ISI, auf den Plan. Gründlich inspizierten sie die Inhalte, um so mehr darüber zu erfahren.

Osama Bin Laden, einst davon besessen seine Feinde, die christlichen „Kreuzritter“, zu töten, scheint nun offenbar ihr heiligstes Buch für seine Zwecke missbraucht zu haben. Der pakistanische Geheimdienst vermutet, dass Bin Laden in den Schriften gleich mehrere Hinweise auf vergangene und künftige Terroranschläge von Al Qaida versteckt haben könnte. Einer anderen Theorie zufolge könnte der Terrorfürst die Bibel auch nach Stellen durchsucht haben, um seine Anschläge zu rechtfertigen.

Wird Bin Ladens Versteck zu einer Pilgerstätte?

Neben den Bibeln wurden bei den Arbeiten in Abbottabad auch versteckt arbeitende Funkgeräte gefunden – und zwar nur unweit von Gebäuden des pakistanischen Militärs entfernt. Wie ein ISI-Sprecher gegenüber der „Sun“ in der vergangenen Nacht erklärte, seien die Abbrucharbeiten in vollem Gange. Die beiden englischen Bibeln könnten bisher nicht zugeordnet werden. Noch ist nicht klar, worin Osama Bin Ladens Interesse für sie tatsächlich bestand. Vielleicht, so die Spekulation, habe er nach Lehren für den Heiligen Krieg gesucht. Sie wurden beim letzten Check der Räume in einem aufwendig präparierten Versteck gefunden. Die ebenfalls entdeckten Funkgeräte wären immer noch funktionstüchtig. Sowohl diese als auch die Heiligen Schriften würden nun an die Ermittler übergeben. Ob sie allerdings auch an den CIA weitergereicht werden scheint, so die „Sun“ weiter, fraglich. Um die Beziehungen zwischen den USA und Pakistan stünde es noch immer denkbar schlecht.

Unterdessen ist in der Ortschaft 30 Meilen von der Hauptstadt Islamabad entfernt auch ein politischer Streit darüber entbrandt wie mit dem Grundstück auf dem das Bin Ladens Versteck stand, nun weiter verfahren werden sollte. Die hiesigen Behörden würden an dieser Stelle am liebsten ein Krankenhaus sehen. Religiöse Fanatiker plädieren auf der anderen Seite für die Erbauung einer Moschee oder einer islamischen Madrasa Schule, welche, so wird befürchtet, allerdings zu einem Sammelbecken für Anhänger Bin Ladens werden könnte. Noch will sich der pakistanische Innenminister Rehman Malik nicht festlegen. Derzeit überlege man, was zu tun sei. Allerdings hält auch die Regierung die Madrasa-Option nicht für die beste. Die Wünsche der Menschen in Abbottabad müsste man allerdings respektieren.

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