Istanbul: Mehrere Verletzte bei Anschlag auf Polizeibus

Vor dem Istanbuler Parteisitz der AKP kam es am Donnerstagmorgen zu einer lautstarken Explosion. Auf einen vollbesetzten Polizeibus wurde ein Anschlag verübt. 10 Polizeibeamte wurden verletzt. Es gibt keine Todesopfer.

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Sicherheitskräfte durchsuchen die Imrahor Straße im Stadtteil Sütlüce, wo sich der Anschlag ereignete, nach möglichen weiteren Bomben ab (erst kürzlich fand man eine tote Frau in Istanbul, die Sprengstoff bei sich hatte, der vermutlich versehentlich explodierte – mehr hier). Nach ersten Erkenntnissen sei die Bombe auf einem stehenden Motorrad platziert worden und mit einem Fernzünder gezündet worden.

Fuat Karaoğlu, ein Augenzeuge, berichtete NTV: „Als der Polizeibus vorbei fuhr, kam es zu einer Explosion. Es entstand ein riesiges Feuer und die Reifen brannten. Nach ungefähr 30 Metern kam der Bus zum Stehen. Durch die heftige Detonation wurde auch mein Auto aus der Bahn geworfen und wir bekamen Panik.“

Der Istanbuler Hauptkommissar Hüseyin Çapkın begab sich umgehend an den Anschlagsort. Der Presse sagte er, im Bus hätten sich 21 Beamte befunden. Zehn von ihnen seien verletzt und würden derzeit in den umliegenden Krankenhäusern behandelt. Es gäbe keine schwerverletzten. „Wir werden sie finden“, betonte er. „Es sieht so aus, als sei die Bombe auf einem Motorrad platziert worden“, erklärte Çapkın. Beim Vorbeifahren des Busses könnte die Bombe gezielt gezündet worden sein.

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