Größte Spende in der Geschichte von Oxford: Witwe von Atlantic Records Gründer Ahmet Ertegun verschenkt 41 Millionen Dollar

Es ist eine unglaubliche Summe, die da auf das Konto der altehrwürdigen Oxford Universität eingegangen ist und sie stammt von einem gebürtigen Türken: Wie die Hochschule nun mitteilte, hat die Witwe des Atlantic Records Gründers Ahmet Ertegun der Bildungsstätte sagenhafte 41 Millionen Dollar überlassen.

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Mit der Riesensumme soll Oxford, übrigens eine der ältesten und renommiertesten Universitäten der Welt, künftig Stipendien der Geisteswissenschaften für graduierte Studenten einrichten. Für Mica Ertegün, Witwe des bereits 2006 in New York verstorbenen Ahmet Ertegun, ist das nur ein logischer Schritt. Ihr Ehemann, so berichtet die Innenarchitektin, hätte die Künste geliebt. Auch ihrer Ansicht nach sei die Bereicherung, die die Menschen durch Kunst und Geisteswissenschaften erfahren würden, von größter Bedeutung. Gerade jetzt, „in einer Zeit, da es so viel Streit in der Welt gibt“.

Nach Angaben der Oxford Universität, die nachweislich bereits seit dem 12. Jahrhundert besteht, ist es eine der größten Spenden, die man in der gesamten 900-jährigen Geschichte erhalten hätte. Das so genannte „Mica and Ahmet Ertegun  Graduate Scholarship Program“ werde anfangs jährlich 15 internationale Stipendien für Studien der Literatur, Geschichte, Musik oder Kunstgeschichte, aber auch der asiatische Studien, Studien des Mittleren Ostens und der Archäologie finanzieren. Geplant ist bisher ein Volumen von bis zu 35 Stipendien pro Jahr.

Ahmet Ertegün in Musik- und Sportwelt engagiert

Ahmet Ertegün war ein türkisch-amerikanischer Musiker und Geschäftsmann, der den meisten wohl als Begründer des einflussreichen Jazz- und Soul-Labels Atlantic Records in Erinnerung geblieben ist, wo er so sagenhafte Künstler wie Eric Clapton, Phil Collins, Genesis, die Rolling Stones, Led Zeppelin, Crosby, Stills Nash, and Young, Aretha Franklin oder Ray Charles entdeckt hat. Er selbst schrieb klassische Blues- und Popsongs und fungierte als Vorsitzender der „Rock and Roll Hall of Fame“ (auch Guns’n Roses wurden hier kürzlich aufgenommen – mehr hier).

Auch im Sport war Ertegün bekanntlich engagiert. Mit seinem Bruder Nesuhi Ertegün gründete er bereits 1971 den New Yorker Fußballclub New York Cosmos, wo er Fußballstars wie Pelé, Franz Beckenbauer oder Johan Neeskens unter Vertrag nahm und diesen auch bis 1985 leitete. Ertegüns Vater war übrigens einst Rechtsberater des türkischen Staatsgründers Atatürk (in dänischen Geschichtsbüchern wird er als Diktator beschrieben – mehr hier).

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