Fast kein Oscar Gewinn für „The Artist“: Jean DuJardin streicht 9/11 Witz aus letztem Film

Der französische Stummfilm "The Artist" war der Abräumer bei der diesjährigen Oscar-Verleihung. Die Außenseiter-Produktion verzückte Jury und Publikum gleichermaßen. Doch wäre die ganze Sache beinahe - zumindest für den Hauptdarsteller - völlig anders ausgegangen?

„The Artist“-Hauptdarsteller Jean DuJardin konnte seinen Oscar als bester Schauspieler nur gewinnen, weil die Entscheider einen einschlägigen Witz über den 11. September 2001 in seinem letzten französischsprachigen Film nicht gesehen haben sollen, so, laut „Fox News“, die derzeitge These einer französischen Zeitung.

Der Triumph für DuJardin am vergangenen Wochenende war gigantisch. Immerhin: Er war der erste Franzose, der den Oscar für den besten Hauptdarsteller erhalten hat. Schon wird er als der „französische George Clooney“ gefeiert und spekuliert, wohin seine Schauspielkarriere den smarten Franzosen nun führen mag (Kenner gehen davon aus, dass er allerdings nicht in den großen Blockbustern zu sehen sein wird – mehr hier). Doch hätte das alles auch ganz anders ausgehen können? Was hätte die Jury wohl getan, wenn sie von einem Witz über die furchtbaren Terroranschläge in New York vor mehr als zehn Jahren gewusst hätte, der ursprünglich im Film „Les Infidels“ auftauchen sollte und nun, um Aufregung zu vermeiden, kurzerhand herausgestrichen wurde? (ohnehin soll es sich bei den Entscheidern um ein ganz bestimmtes „Völkchen“ handeln – mehr hier). Übrigens ein Film, bei dem der neue Star nicht nur als Produzent, sondern auch als Co-Autor auftrat.

DuJardin sorgt sich um amerikanische Befindlichkeiten

In besagtem Film spielt der 39-Jährige einen untreuen New Yorker Ehemann. In einer Szene in einem Hotel wird er telefonierend an einem Fenster gezeigt. Darin sagt er zu seiner Frau: „Ja, ja, mein Liebling, es ist alles in Ordnung!“ während im Hintergrund ein Flugzeug in das World Trade Center rast. Nach Einschätzung von Kritikern hätte dieser 9/11-Witz „fatale Folgen“ für seine Chance auf einen Oscar haben können. Wie das französische Magazin weiter berichtet, habe DuJardin tatsächlich Angst davor gehabt, dass sich das amerikanische Publikum an dieser Szene stören oder ihm sogar übel nehmen könnte. Jetzt, da er den Oscar in der Tasche habe, würde er den Film jedoch groß in Paris promoten.

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