Xing zieht sich aus der Türkei zurück

Das Job-Portal Xing möchte sich auf den Heimatmarkt konzentrieren und zieht sich aus der Türkei zurück. Auch in China und den USA konnte es nicht Fuß fassen. Von dieser Lokalpolitik profitiert der Konkurrent LinedIn.

Das Hamburger Jobnetzwerk Xing möchte auf dem Heimatmarkt stark werden und zieht sich aus diesem Grund aus der Türkei und aus Spanien zurück. (Dabei möchte Istanbul New York und London als Finanzplatz ablösen, mehr hier)

Wie es in einer Presseerklärung mitteilt will sich das Netzwerk auf die sogenannte DACH-Region, d.h. Deutschland, Österreich und die Schweiz konzentrieren. Aus dieser Region kamen kürzlich 800.000 Mitglieder hinzu – im Vergleich zu Facebook (welches anti-türkische Beiträge zensiert, mehr hier) ein bescheidener Anstieg.

Schon vor einigen Jahren war Xing mit dem Versuch gescheitert, in China und den USA Fuß zu fassen. Bislang sind noch 95 Prozent der Bevölkerung der DACH-Region noch nicht bei Xing. Das Netzwerk möchte so viele von ihnen wie möglich gewinnen.

Allerdings, so kommentiert die Onlineseite Basicthinking, „schließt sich mit jedem Land, das Xing verlässt, die Tür, LinkedIn international noch einmal gefährlich zu werden“. Sich nur auf den Heimatmarkt zu beschränken, berge Risiken, wie beispielweise das „sinkende Schiff“ Studi VZ, Lokalisten und Wer-kenn-wen. Die Jobsuche über ein Social Network sei zwar ein Jobmotor für die deutsche Wirtschaft, diese orientiert sich jedoch immer mehr am Export.

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