Davutoğlu: Bewaffnung der syrischen Opposition ist klares Signal an Assad-Regime

In der Syrien-Frage verliert die Türkei allmählich die Geduld. Nun zieht auch die Türkei eine Bewaffnung der Rebellen in Betracht, erklärte Außenminister Ahmet Davutoğlu am Wochenende.

Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien seien bereits an der Tagesordnung, so Davutoğlu im Gespräch mit seinem italienischen Amtskollegen Giulio Terzi. Die Türkei fordert von der UN, endlich Maßnahmen zu unternehmen, um dem Leid ein Ende zu bereiten, berichtet die Hürriyet. Beide Außenminister kritisierten, dass das Assad-Regime einen Konvoi des Roten Kreuzes stoppte, der dringend benötigte Hilfe nach Homs bringen sollte (auch die vom Roten Kreuz geforderten zwei Stunden Waffenruhe täglich werden vom Regime nicht beachtet – mehr hier).

„Die Vorfälle in Syrien sind zu einem täglichen Massaker an den eigenen Leuten geworden“, so Davutoğlu (für ihn ähnelt Assad Milosevic – mehr hier). Und weiter sagt er: „Das Regime nutzte scharfe Munition vor allem gegen Demonstranten, jetzt werden wahllos zivile Wohngebiete beschossen. Das ist selbst im Falle eines Krieges nicht mehr akzeptabel.“ Syrien müsse nun ein klares Signal gegeben werden und das könne in der Bewaffnung der Rebellen bestehen (schon in den vergangenen Tagen wollte die Türkei auch ohne die UN weitere Schritte unternehmen – mehr hier).

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