Grünes Licht: FIFA erlaubt Kopftuch auf dem Fußballplatz

Wegweisende Entscheidung des International Football Association Board (IFAB): In einer anonymen Abstimmung hat sich das Gremium für die Aufhebung des Hijab-Verbots ausgesprochen. Islamischen Frauen geben sie damit grünes Licht künftig auch auf dem Fußballplatz ein Kopftuch zu tragen.

Das achtköpfige IFAB-Gremium, das vier Vertreter des Weltverbandes FIFA und vier Vertreter der britischen Verbände umfasst, stimmte grundsätzlich zu, ihren Beschluss aus dem Jahr 2007 aufzuheben und islamischen Fußballerinnen nun zu erlauben während des Spiels einen Hijab zu tragen.

Die jetzige Entscheidung, so berichten türkische Medien, wurde nach einer Präsentation von Prinz Ali Bin Al Hussein von Jordanien, Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees, gefällt. Endgültig entschieden wird das Ganze jedoch erst auf einem IFAB-Meeting in Kiew am 2. Juli.

Prinz Ali Bin Al Hussein zutiefst erfreut über Entscheidung

„Ich bin zutiefst dankbar, dass der Vorschlag, Frauen das Tragen eines Kopftuchs zu erlauben, einstimmig von allen Mitgliedern des IFAB angenommen wurde“, kommentiert Prinz Ali den Vorstoß. „Ich begrüße die Entscheidung und ich bin zuversichtlich, dass es während der IFAB-Sondersitzung zu einer endgültigen Ratifizierung kommt. Wir werden viele begeisterte und glückliche Spielerinnen auf das Spielfeld zurückkehren sehen, um das Spiel zu spielen, das sie lieben.“

Auch in der Türkei ist der Frauenfußball auf dem Vormarsch. Im Gespräch mit den Deutsch Türkischen Nachrichten bestätigte Ceyla Kütükoğlu vom Türkischen Fußballverband TFF bereits im Sommer vergangenen Jahres die Aufholjagd des türkischen Frauenfußballs. Der Verband hat bereits damit begonnen Fußballschulen für Mädchen im ganzen Land zu eröffnen (noch befindet sich die Entwicklung allerdings in den Startlöchern – mehr hier, auch die DTN hat sich auf die Suche nach den weiblichen Özils und Altintops gemacht – mehr hier). Die Stadien haben die Damen jedenfalls bereits für sich entdeckt (teilweise wurden sogar nur sie zugelassen, um Ausschreitungen zu vermeiden – mehr hier).

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