Marine LePen: Vor den Armeniern müssen wir uns mit dem algerischen Bürgerkrieg beschäftigen

Marine LePen versucht, Sarkozys Wähler abzuwerben. Während das mit Themen wie der muslimischen Schächtung vermutlich funktioniert, begibt sie sich nun in gemientes Gebiet: Der in Frankreich noch immer nicht aufgearbeitete Algerienkrieg. Ob ihr das Wählerstimmen einbringen wird?

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Die französische Vorsitzende der rechtsextreme Front National, Marine LePen, verdutzt während ihrer Kampagne zur Präsidenten-Wahl die armenische Diaspora. Bei einem Fernsehauftritt beim Sender „TF1“ sagte zur großer Verwunderung aller: „Bevor Frankreich sich mit den Armeniern beschäftigt, muss es erst einmal anerkennen, wie schlecht es die Harki behandelt hat, die an der Seite von Frankreich gekämpft haben“.

Die sogenannten „Harki“ waren algerische Muslime, die während des Algerienkriegs 1954-1962 für Frankreich kämpften und sich zur Französischen Republik bekannten. Nach der Unabhängigkeit Algeriens wurden viele von ihnen und ihren Familien von Algeriern ermordet. Einige flohen nach Frankreich, dort waren sie jedoch unerwünscht.

Auch vor kurzem hatte Marine LePen die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als sie das im Umland von Paris geschlachtete Fleisch zum Politikum gemacht hatte. (Sie hatte die muslimische Schächtung als Quälerei bezeichnet, merh hier).

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