Türkische Bücher erstmals in China vorgestellt

Türkische Literatur wurde bislang in 42 Sprachen übersetzt - erstmals stellt sich die Türkei nun auf der chinesischen Buchmesse vor. Doch auch der russische und der spanisch-sprachige Markt ist noch ausbaufähig.

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Erstmals wird türkische Literatur auf der 19. Internationale Buchmesse im September in China vorgestellt. Das chinesische Publikum bekommt hier die Möglichkeit, die Werke von Tuna Kiremitçi, Can Dündar and Orhan Kemal auf Chinesisch zu lesen. (Kürzlich gab eine Statistik bekannt, dass Türken im Durchschnitt alle zehn Jahre ein Buch lesen, mehr hier)

Onur Bilge Kula, Leiter der Abteilung Bibliotheken und Veröffentlichung des Ministeriums für Kultur und Tourismus, teilt mit, dass die Türkei dieses Jahr auf neun verschiedenen Buchmessen vertreten sein wird und, dass es das erst Mal ist, dass türkische Bücher in Peking und auch auf der Buchmesse in Madrid vorgestellt werden. Die anderen Messen werden in Frankfurt, Paris, London, Moskau, Teheran, Abu Dhabi und Bologna stattfinden.

„Wir werden nach Abu Dhabi reisen, um türkische Bücher den arabisch-sprechenden Ländern vorzustellen. Die Frankfurter Buchmesse ist die wichtigste in der Welt“. Bezüglich der chinesischen Messe sagte Kula: 1,5 Milliarden Menschen sprechen Chinesisch, wir müssen unsere Literatur auch in China vorstellen. Bislang wurden neun türkische Werke ins Chinesische übersetzt, aber wir möchten, dass es noch mehr werden“, zitiert ihn die Tageszeitung Hürriyet.

Über die Liber Buch-Messe in Spanien äußerte sich Kula: „Spanisch wird nicht nur in Spanien gesprochen. Bislang sind erst 17 türkische Bücher ins Spanische übersetzt worden Auch diese Zahl ist noch zu gering“.

Insgesamt wurden türkische Werke bislang in 42 Sprachen übersetzt und werden in 60 Ländern vertrieben. Die meisten davon in Deutschland.

Auch Russisch sei von Bedeutung, betont Kula, denn ins Russische übersetzte Bücher könnten in den gesamten zentralasiatischen Turk-Republiken vertrieben werden.

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