Eurovision: Menschenrechts-Organisationen rufen zum Boykott auf

Die Kritik an dem diesjährigen Eurovision Gesangswettbewerb in Aserbaidschan nimmt nicht ab. Nun rufen Menschenrechtsorganisationen zu einem Boykott des Wettbewerbs auf, um ein Zeichen zu setzen, dass sie die Menschenrechtsverletzungen in dem Land nicht unterstützen.

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Amnesty International (AI) kritisiert, dass die friedlichen Demonstrationen der Opposition in Aserbaidschan von der Polizei entweder verboten oder gewaltsam verhindert werden, sowie die Inhaftierung von Journalisten. Der stellvertretende Leiter des Europa- und Asienprogramms von AI, John Dalhuisen, sagt in der Tageszeitung Guardian, Aserbaidschan sei kein demokratisches Land, das die Menschenrechte respektiere. „Der Eurovision wird die Verletzung der Menschenrechte nicht verschleiern“, so Dalhuisen.

Bereits im Vorfeld hat Armeniern bekannt gegeben, dieses Jahr nicht an dem Wettbewerb teilzunehmen (eine Erklärung gab Armeniern nicht, mehr hier). Die Türkei hingegen ist mit Can Bonomo dabei (der ein Lena-Fan ist, mehr hier).

Der Boykottaufruf des Europäischen Parlaments, von Frankreich, Irland und Holland sowie manchen Menschenrechtsaktivisten hat das Ziel, der Regierung von Präsident Ilham Aliyev eine Botschaft zu geben.

Währenddessen hat Aserbaidschan aber der Europäischen Rundfunkunion (EBU), die den Wettbewerb organisiert, zugesagt, dass sie die Sicherheit der Zuschauer gewährleisten und keine Zensur durchführen werden.

Die EBU allerdings hält die Idee eines Boykotts für abwegig und erinnert daran, dass der Eurovision keine politische Veranstaltung ist.

Allerdings hatte England in den 1970er Jahren eine ähnliche Kampagne gegen Nordirland gestartet.

Der Artikel im Guardian hier

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