Dänische Bildungsministerin Antorini: Keiner kann gezwungen werden, Schweinefleisch zu essen!

Der türkischstämmige Däne Ikram Korkmaz wollte während seiner Ausbildung zum Koch, Schweinefleich, dass er gekocht hat, nicht probieren. Seine Kochschule warnte ihn, dass er so auf seinen Abschluss verzichten müsse. Die dänische Bildungsministerin intervenierte nun und versicherte, dass ihn niemand dazu zwingen könne.

Anfang März kam es zum Eklat an der dänischen Kochschule „Copenhagen Hospitality College“ in Valby. Der türkischstämmige Ikram Korkmaz wurde nach eigenen Angaben von der Schulleitung aufgefordert, das von ihm zubereitete Schweinefleisch zu essen, andernfalls werde er keinen Abschluss erhalten (die Deutsch Türkischen Nachrichten berichteten – mehr hier).

Sie versicherte ihm zudem, Vertreter des Ministeriums hätten mit der Schulleitung seiner Kochschule über das Thema gesprochen. Korkmaz war nach Eingreifen des Ministeriums sichtlich erleichtert. Er müsse nun keine Angst mehr haben, in der Schule diskriminiert zu werden. „Die Haltung der Schulleitung hat sich nach dem Brief der Ministerin sehr verbessert. Sie fordern nicht mehr von mir, Schweinefleisch oder Wein zu probieren“. Nach der Intervention der Ministerin nahm die Kochschule ein Statement von der Website, in dem es hieß, die Schüler müssten das Schweinefleisch probieren, nachdem sie es zubereitet haben.

Mustafa Gezen, ein Sprecher des Danish Muslims Joint Council (MFR), erklärte: „Solche Vorfälle, die in einer demorkatischen Gesellschaft wie der dänischen vorkommen, nutzen unserer Gesellschaft nicht (der Tod eines jungen Türken führte kürzlich zum Rassismusverdacht in Dänemark – mehr hier). Im Gegenteil, solche Ereignisse können einen negativen Effekt auf unsere Kultur der Koexistenz haben.“

Mehr zum Thema:

Rassismus-Verdacht in Dänemark: Junger Türke totgeprügelt
Dänische Geschichtsbücher: Atatürk war ein Diktator
Dänemark kritisiert: „Türkische Piloten können kein Englisch“

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.