Ärger für Madonna: Behörden in Malawi fühlen sich von Schulplänen überrumpelt

War es Unbedachtheit oder schlicht ein erneutes Versäumnis? Wie dem auch immer sei. Die malawischen Behörden sind derzeit alles andere als gut auf Weltstar Madonna zu sprechen. Diese will im Land zehn neue Schulen bauen. Eine Genehmigung dafür hat sie aber nicht eingeholt.

Bereits im vergangenen Januar hatte Madonna angekündigt, dass sie derzeit Pläne forciere, neue Bildungszentren in dem verarmten afrikanischen Land aufzubauen. Und das, obwohl ihre Malawi-Stiftung im letzten Jahr in arge finanzielle Schwierigkeiten geraten war.

Madonna muss malawische Behörden konsultieren

Doch dass auch in Afrika gute Absichten allein nicht ausreichen, sondern die Dinge auch hier ihren geordneten Gang gehen müssen, das bekam die Sängerin nun deutlich zu spüren. Gegenüber Reuters erklärte die Sprecherin des Bildungsministeriums, Lindiwe Chide, dass die Ankündigung der Pop-Ikone für die malawischen Behörden doch äußerst überraschend käme. Madonna hätte sich bisher mit ihnen nicht in Verbindung gesetzt, um ihre Pläne zu besprechen. Chide erklärte in ihrer Stellungnahme, dass Malawi absolut nicht einverstanden mit dem Vorgehen der Künstlerin sei. Schon wieder hätte sie die Behörden übergangen und verkündet, zehn neue Schulen bauen zu wollen. Man käme nicht umhin den Eindruck zu bekommen, dass es ihr hierbei nur um ihr Image gehe und weniger um das Land selbst (die Witwe von Atlantic Records Gründer Ahmet Ertegun geht ihr Engagement gezielter an – mehr hier).

Madonna, so fährt die Sprecherin fort, hätte jedenfalls keine Befugnis zu entscheiden, wo sie eine neue Schule bauen wolle. Sie kenne die Bedürfnisse des Landes nicht und wo man überhaupt neue Einrichtungen brauche. „Sie muss sich zuerst an uns wenden und eine Erlaubnis von uns bekommen bevor sie überhaupt irgendetwas tun kann“, so die Sprecherin entschieden (auch Brad Pitt engagiert sich. Seine Charity-Aktivitäten angestoßen hat offenbar U2-Frontmann Bono – mehr hier).

Millionen versickert – Projekt Mädchenschule gescheitert

Madonna, die selbst zwei Kinder aus Malawi adoptiert hat und schon damit für reichlich Diskussionsstoff sorgte, hatte im letzten Jahr Pläne für den Bau einer Mädchenschule mit Millionen amerikanischer Spendengelder außerhalb der Hauptstadt Lilongwe, genauer gesagt auf einem Gelände in Chinkhota, wieder verworfen, nachdem Untreue-Vorwürfe aufgekommen waren. „Ursprünglich“, so berichteten im März 2011 die Medien, „war geplant, eine Schule für 400 Mädchen zu bauen. Sie wird es nun nicht mehr geben. 15 Millionen Dollar sollte das Projekt kosten. Doch zu viel mehr als einer symbolischen Grundsteinlegung war es nicht gekommen – obgleich Millionen in das Projekt geflossen sind.“ Nachdem Skandal folgte damals die Kehrtwende: „Wir suchen eine Strategie, um mehr Schulen zu bauen und diese besser einzubetten in die Gemeinden Malawis, wo die Schüler leben“, umriss Trevor Neilson zu jener Zeit die neuen Pläne der Pop-Diva. Doch erneut scheint es, als ob Madonna ihr Projekt nicht richtig angehen würde. (Justin Bieber ist da lieber selbst vor Ort und verteilt persönlich – mehr hier)

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