Skandal an religiöser Schule in der Türkei: Affäre zwischen Lehrer und Schülerin aufgeflogen

Es ist passiert, was eigentlich nicht sein darf. Und noch schlimmer: Aufgedeckt von der eigenen Ehefrau. Die türkische Provinz Isparta wird gerade von einem Schulskandal gebeutelt. Ein Lehrer an einer religiösen Anstalt hatte ein Verhältnis mit einer Schülerin. Die Gehörnte ließ das nicht auf sich sitzen und zog bereits ihre Konsequenzen.

Digitale Aufnahmen hatten den Mann verraten: Die Affäre zwischen ihm und einer seiner Schülerinnen war nicht länger geheim. In der Jackentasche ihres Ehemanns war die betrogene Ehefrau auf DVDs gestoßen. Die Sache war für sie klar (erst Anfang November letzten Jahres erschütterte ein Vergewaltigungsskandal die Türkei – mehr hier).

Nachdem sie dann auch noch von ihrem Mann bedroht wurde, zog die Gehörnte die Konsequenzen. Sie erstattete Strafanzeige gegen den Lehrer und nahm die erst einjährige Tochter mit sich fort – weit weg nach Frankreich.

Ehefrau ist ebenfalls einstige Schülerin

Doch zum Schmerz über den Betrug müssen sich für die Frau auch eigene Erinnerungen gemischt haben. Auch sie war einst Schülerin an der Imam Hatip Schule ihres Mannes. Damals hätte sie dem ersten sexuellen Kontakt nicht völlig zugestimmt, heißt es in den türkischen Medien, ihren Mann am Ende dann aber doch geheiratet.

Jetzt scheint der Frau allerdings ein Licht aufgegangen zu sein: Denn ihre Bitte an die Behörden klingt von dieser Warte aus betrachtet nicht besonders verwunderlich. Sie sinnt nicht etwa auf Rache oder Vergeltung. Sie fleht schlicht ihn „zu stoppen, bevor einem weiteren Menschen weh tun kann“. Und das wurde auch getan: Wie der zuständige Gouverneur mittlerweile erklärt hat, wurden gegen den Mann bereits Ermittlungen eingeleitet. Von seinem Dienst als Lehrer sei er inzwischen suspendiert (im südöstlichen Gaziantep hat man eingegriffen als eine 13-Jährige verheiratet werden sollte – mehr hier).

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