James Bond: Dreharbeiten behindern türkischen Verkehr

Seit diesen Februar ist die James Bond Crew in der Türkei zu Gange. Bevor es mit Sack und Pack in Richtung Istanbul geht, sind jedoch sechs Wochen Dreh in Adana vorgesehen. Dort läuft für die Bevölkerung allerdings nicht alles in 007-Manier. Die "Kasım Gülek Brücke" zum Beispiel wurde kurzerhand für den Verkehr gesperrt.

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Da werden Erinnerungen an „Liebesgrüße aus Moskau“ wach: Erneut tummelt sich James Bond in südlichen Gefilden. Diesmal ist die Türkei Schauplatz des neuesten Streifens „Skyfall“. Doch die in Adana ansässige Bevölkerung hat Dank des Besuches aus Hollywood nicht nur Freude. Früh am Morgen beginnt der Drehtag für die fleißigen Bienen rund um Hauptdarsteller Daniel Craig. Und die wirbeln den Alltag der Bewohner nun ordentlich durcheinander.

Bond soll von der “Kasim Gülek Brücke” springen

Bereits vor Wochen liefen die Vorbereitungen in der südtürkischen Provinz auf Hochtouren. Insgesamt, so wird berichtet, sollen 500 Crewmitglieder in der Türkei für die Aufbauarbeiten und Vorbereitungen zuständig sein. Der Einsatz, das ist den eingefleischten James Bond-Fans bereits seit einiger Zeit bekannt, wird atemberaubend. Gedreht werden soll, entgegen ursprünglicher Planungen, die Indien als Schauplatz vorsahen, entlang der Bagdadbahn. An teils spektakulären Schauplätzen wird in den kommenden Wochen „eine großangelegte und äußerst aufwendige Actionsequenz mit Zügen gefilmt werden“. Eine Szene ist unter Insidern bereits durchgesickert: Bond soll von der “Kasim Gülek Brücke” auf einen fahrenden Wagon springen. „Auch die zahlreichen VW-Beetles, die extra dafür in die Türkei verfrachtet wurden, dürften bei diesen Sequenzen zum Einsatz kommen“, heißt es auf jamesbond.de.

Und genau an diesem Punkt scheinen die Dreharbeiten nun zu sein. Derzeit werden die Autofahrer auf der Baraj Straße, die in Richtung Stadt wollen, von der hiesigen Polizei umgeleitet. Nicht immer reagieren diese mit Verständnis. „Die Autofahrer sind wütend und sagen, dass die lokalen Behörden das (die Sperrung der Brücke) vorher nicht bekanntgegeben hätten“, wird die Situation derzeit in der türkischen Presse beschrieben (auch der türkische Film soll in Zukunft gefördert werden – mehr hier).

Sperrung noch bis 26. März und noch einmal im Mai

Die Verkehrs-Koordinations-Behörde von Adana (UKOME) hat die Brücke und umliegende Straßen zwischen dem 17. und 26. März abgesperrt. Ein weiteres Mal wird das am 5. und 6. Mai erfolgen, um dort eine 15-Minuten-Sequenz des 23. James Bond-Streifens drehen zu können. Abgeriegelt wird der Bereich jeweils für zwölf Stunden pro Tag. Ab sechs Uhr morgens geht rund um die Mustafa Kemal Paşa Straße , die Fuzuli Straße und die Cemalpaşa Kreuzung nichts mehr. Sonst, so äußern die Betroffenen verärgert, kündigt die Gemeinde alles auf großen Plakaten an. Diesmal ließen die Behörden rein gar nichts verlauten. „Für unsere Stadt ist das eine gute Sache. Doch die Dreharbeiten werden eine harte Zeit für uns und verlängert unseren täglichen Weg um rund vier Kilometer. Es sollte eine neue Ampelregelung geben. Keiner weiß, welche Straße er jetzt benutzen kann.“

In Deutschland kommt der Film am 1. November 2012 in die Kinos. Tags darauf können auch die türkischen Kinobesucher endlich das Ergebnis all der Mühen betrachten (allein die türkischen Serien sind schon ein Exportschlager – mehr dazu hier und hier).

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