Echtes Abenteuer: Türkische Teenager schleichen sich an James Bond Set

Das Herz schlug ihnen wahrscheinlich bis zum Hals. Dennoch haben drei türkische Schulbuben das Verbotene gewagt und sich auf das Set zum neuen James Bond Film "Skyfall" in der südtürkischen Provinz Adana geschlichen. Heimlich machten sie dort Aufnahmen vom Dreh einer Kampfszene.

Ob James Bond die drei Knaben lieber geschüttelt oder gerührt hätte wie sein ausgesprochenes Lieblingsgetränk, das ist nicht überliefert. Fest steht jedoch: Diese Aktion macht den drei türkischen Jugendlichen so schnell keiner nach (das derzeitige Drehgebiet ist weiträumig abgesperrt – mehr hier).

Jungen tarnten sich als Bahnhofs-Arbeiter

Wie die Tageszeitung „Hürriyet“ berichtet, wollten der 17-jährige İbrahim Ali Özden und zwei seiner Freunde die Dreharbeiten zum neuen James Bond hautnah erleben. Doch in die Nähe der Aufnahmen zu “Skyfall”, die gerade am Bahnhof von Adana stattfanden, war auf Grund des großen Sicherheitsaufgebots überhaupt nicht zu kommen. Doch das wagemutige Trio ließ sich davon nicht abschrecken. Geschickt umgieben sie die Sicherheitsposten und schlichen sich durch die Gassen. Schließlich kletterten sie über einen Stacheldrahtzaun und waren plötzlich mitten auf dem Bahnhof. Unter den Loks kriechend kamen die Drei immer weiter voran und landeten am Ende im Bahnbetriebswerk. Um nicht aufzufliegen, schnappten sie sich dort Arbeitsoveralls und Sicherheitshelme.

Perfekt getarnt als Arbeiter setzten sie sich in einen Pkw und konnten so quasi aus nächster Nähe den Dreh einer Kampfszene mitverfolgen, die auf dem Dach eines Waggons gespielt wurde. Die Gelegenheit war günstig: Mit seinem Mobiltelefon nahm Özden die Szenerie auf. Doch mittlerweile war auch das Sicherheitspersonal auf die Jugendlichen aufmerksam geworden. Zu dumm, dass Özden aus dem Auto gestiegen war, um einen besseren Blick auf die Schauspieler zu erhaschen.

Sicherheitsleute verwiesen Jugendliche vom Bahnhofsgelände

„Als die Sicherheitsleute mich erwischten, durchsuchten sie mich von Kopf bis Fuß“, erzählt der Teenager im Nachhinein. Sein Handy hätten sie allerdings nicht finden können. Das hatte er gut in seiner Unterwäsche versteckt. „Sie ließen uns die Overalls ausziehen und schickten uns fort. Es war ein unvergessliches Erlebnis für mich.“

Die Gemeinde von Adana hatte dem Filmteam die Erlaubnis erteilt große Gebiete für de Dreh zu nutzen. Schließlich, so die Überzeugung, würde das auch die Bekanntheit der Stadt erhöhen. Und was ist mit dem „Beweismaterial“ des 17-Jährigen. Nun, der wird sich sicherlich hüten, diese Aufnahmen ins Netz zu stellen (wobei Klagen gegen Netz-Inhalte durchaus kompliziert sein können – mehr hier).

Die Dreharbeiten erregten jedoch auch beim Rest der Bevölkerung Aufmerksamkeit, die Sperrung einer Brücke und mehrerer Straßen sorgte für Unmut:

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