Berlin: Kurdische Gruppen protestieren gegen Gülen

Im Internet wurde zum Protest gegen eine Buchvorstellung der US-Soziologin Ebaugh aufgerufen. Die Gruppe, die nicht mehr als 20 Teilnehmer umfasste, sieht Gülen als "Wolf im Schafspelz".

In Berlin-Mitte protestieren kurdische Gruppen am Montagabend gegen die Buchvorstellung der amerikanischen Soziologin Helen Rose Ebaugh. Grund für die Proteste ist der Inhalt ihrer Forschungsarbeit: Die Gülen-Bewegung. Auf Nachfrage der Deutsch Türkischen Nachrichten erklärte ein Sprecher der Berliner Polizei, es handele sich dabei um die Kundgebung „Fethullah Gülen: Ein (grauer) Wolf im Schafspelz“, die von einer Einzelperson angemeldet worden sein. Ungefähr mit 50 Teilnehmern habe man gerechnet. Die Polizei beobachtete die Proteste, die sich schließlich in Grenzen hielten. Weniger als 20 Personen versammelten sich am Abend.

Helen Rose Ebaugh hat die Bewegung des türkischen Islam-Gelehrten Fethullah Gülen untersucht und stellte ihre Forschungsarbeit am 19. März in der Bibliothek der Humboldt-Universtität in Berlin bei einer Veranstaltung des Forums für Interkulturellen Dialog e.V. vor. Gülen ist Ehrenvorsitzender des Vereins.

Im Aufruf des Verbands der Studierenden aus Kurdistan – YXK (Berlin) und des Kurdistan Solidaritätskomitees Berlin heißt es: „Reißen wir Fethullah Gülen und seiner Bewegung die Maske vom Gesicht – Sie stehen für Kriegstreiberei, Repression, Ausgrenzung und Aufruf zu Massenmord in den kurdischen Provinzen der Türkei.“

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