Prognose von Wilders‘ Parteifreund: „In der Türkei wird die Scharia herrschen“

Barry Medlener, niederländischer Abgeordneter im EU-Parlament, ist sich sicher, der Islam und Demokratie seien unvereinbar. Schon allein deshalb sei für ihn ein EU-Beitritt der Türkei undenkbar. Für andere Länder sei das genauso, doch diese würden ein falsches Spiel spielen, um wirtschaftliche Vorteile zu nutzen.

„Letztendlich wird in allen islamischen Ländern die Scharia herrschen. Auch in der Türkei wird die Scharia früher oder später herrschen. Davor kann sie sich nicht entziehen“, erklärte Barry Madlener, EU-Abgeordneter der niederländischen Partei für Freiheit, im Interview mit der türkischen Online-Zeitung ABHaber (ein anderer Abgeordneter der Partei forderte den NATO-Austritt der Türkei – mehr hier).

Geert Wilders Parteikollege Madlener ist der Ansicht, zu wissen, dass der Islam rückständig sei (alles Muslimische ist für Wilders offenbar ein rotes Tuch – mehr hier). „Islam und Demokratie sind unvereinbar. Alle islamischen Länder sind rückständig. Es gibt kein einziges entwickeltes islamisches Land“, so Madlener. Weiter erläutert er: „Im Islam wird der Staat nicht vom alltäglichen Leben getrennt. Es geht alles ineinander über. Ein säkulares laizistisches Staatssystem ist unmöglich. Das ist der Grund für die Rückständigkeit.“

Im Christentum sei das alles natürlich ganz anders, betont er. „Im Christentum sind Staat und Kirche im Gegensatz zum Islam voneinander getrennt. Deshalb kommt es zur Entwicklung. In den christlichen Staaten sind Wissenschaft und Verstand im Vordergrund“, meint der niederländische Politiker (seine Partei für Freiheit wird im Parlament aus verschiedenen Gründen geduldet – mehr hier) Dass das Christentum diese Veränderung erst vor gar nicht so langer Zeit durchgemacht hat und auch islamische Länder nachziehen könnten, zieht Madlener nicht in Betracht.

Madlener: EU-Beitritt der Türkei bleibt immer nur ein Traum

Die Türken sollten endlich einsehen, dass deshalb die EU-Mitgliedschaft der Türkei immer nur ein Traum bleiben werde. Man dürfe sich nicht länger etwas vormachen, meint Madlener. Mit dieser Meinung sei er nicht allein, denn die Länder, die für die Mitgliedschaft seien, seien dies nur, um weiterhin wirtschaftliche Vorteile zu genießen. Man halte die Türkei lediglich so lange wie möglich im eigenen Interesse hin.

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