Golden Okra Awards in Istanbul: Jury straft sexistische Filme ab

Am vergangenen Montag, den 19. März, wurden im niederländischen Generalkonsulat in Istanbul die "Golden Okra Awards" bekannt gegeben. Mit dem Anti-Preis will die Akademie sowohl ein Zeichen gegen Sexismus als auch gegen die männliche Dominanz im türkischen Filmsektor setzen.

Wollen mit ihrem Preis die türkische Filmszene aufrütteln: Die Golden Okra Awards. (Foto: Henrik G. Vogel_pixelio.de79)

Wollen mit ihrem Preis die türkische Filmszene aufrütteln: Die Golden Okra Awards. (Foto: Henrik G. Vogel_pixelio.de79)

In diesem Jahr ging der Preis als sexistischster Film der Türkei an Tolga Örneks Werk  “Kaybedenler Klübü”. Keiner der Darsteller des Films, so berichten die türkischen Medien, habe der Verleihung beigewohnt, um den Award, der seit 2009 in insgesamt acht Kategorien vergeben wird, entgegen zu nehmen.

“Celal Tan ve Ailesinin Aşırı Acıklı Hikayesi”: Besonders sexistische Sprache

Den Preis für den “besten” männlichen Charakter wurde während der nunmehr vierten Verleihung “Behzat Ç: Seni Kalbime Gömdün” für seine drei männlichen Hauptdarsteller verliehen. Der Preis für die “beste” weibliche Rolle ging an alle Damen, die in “Çınar Ağacı” portraitiert wurden. Für das “beste” Drehbuch wurde “Kurtlar Vadisi: Filistin” ausgezeichnet. Den Publikumspreis erhielt ebenfalls “Kaybedenler Klübü” (auch “Breaking Dawn blieb von Anti-Auszeichnungen nicht verschont – mehr hier). Den diesjährigen Sonderpreis der Jury erhielten gleich drei Filme: “Misafir”, “Ağır Abi” und “Günah Keçisi”. Der Golden Okra für die sexistische Sprache ging an “Celal Tan ve Ailesinin Aşırı Acıklı Hikayesi” (ganz anders auf dem internationalen Parkett “The Artist” konnte gleich einen ganzen Oscar-Regen entgegen nehmen – mehr hier).

Erinnerung an 400 Jahre türkisch-niederländische Verbindung

In seiner Rede zur Preisverleihung wies Generalkonsul Onno Kervers im Palais de Hollande auch auf die 400-jährige Verbundenheit zwischen der Türkei und den Niederlanden hin, die in diesem Jahr in beiden Ländern gefeiert werden. Kervers erinnerte sich: “Der erste niederländische Botschafter siedelte sich hier im März [vor 400 Jahren] an. Heute arbeiten wir auf vielen Gebieten zusammen, wie Handel, Kultur, Kunst und Wirtschaft.” Im kommenden Monat werde Präsident Abdullah Gül die Niederlande besuchen.

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